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  • Neuerscheinung: Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis

    Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis

    Wolfgang Schneider (Hg.)

    Deutschland sei ein Einwanderungsland, heißt es mittlerweile sogar in der offiziellen Sprachregelung der Politik. Und in der Tat hat fast ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Aber Migration findet im deutschen Theater nur als Marginalie statt. Den Stadttheatern fehlt das Personal, die Ausbildungsstätten haben bei weitem nicht den repräsentativen Anteil an migrantischem Nachwuchs und das Publikum wird weniger und älter, aber ganz und gar nicht bunter. Es ist vor allem die freie Szene, die sich der interkulturellen Wirklichkeit widmet. Der Migrantenstadl als Modell?

    Wie soll die gesellschaftliche Selbstverständigung in den dramatischen Künsten in Sachen Migration befördert werden? Welche theaterpolitischen Konzepte initiieren den Austausch der Kulturen, welche künstlerischen Programme verhandeln den kulturellen Wandel, welche kulturvermittelnden Angebote brauchen die Bühnen? Und wie verändert eine solche Reform das System Theater?

    Ein Symposium im COMEDIA Theater Köln, organisiert vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, hatte sich im Sommer 2010 zum Ziel gesetzt, diesen Fragen nachzugehen. Um die dort geführten Diskussionen nicht verhallen zu lassen, soll mit der Publikation „Theater und Migration. Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis" (hrsg. v. Wolfgang Schneider) die Diskurse dokumentiert werden und zum aktuellen wissenschaftlichen Dialog beitragen. 22 Wissenschaftler, Künstler und Journalisten kommen in dem Buchprojekt zu Wort und liefern so einen vielseitigen und umfassenden Blick auf das Thema. Die Beiträge gehen den Fragen nach, wie Menschen mit Migrationshintergrund im Theater partizipieren, wie migrantische Künstler Theater verändern und wie die dramatischen Künste den transkulturellen Wandel als kulturpolitische Weichenstellung nutzen können.

    Mit Beiträgen von:

    Carolin Berendts, Sandra Czerwonka, Miriam Dreysse, Ute Handwerg, Christina Holthaus, Annett Israel, Stefan Keim, Susanne Keuchel, Lale Konuk, Thomas Lang, Kevin Leppek, Graham Ley, Vanessa Lutz, Birgit Mandel, Bianca Michaels, Azar Mortazavi, Nina Peters, Vanessa-Isabelle Reinwand, Wolfgang Schneider, Azadeh Sharifi, Mariam Soufi Siavash, Heinz Wagner.