Reines Theater

Anträge auf Mittelkürzungen und Angriffe auf die Freiheit der Kunst: Im Berliner Abgeordnetenhaus lässt sich studieren, was es bedeuten würde, wenn die AfD den Vorsitz des Kulturausschusses im Bundestag bekommen würde.

Von Peter Laudenbach

Noch ist es offen, ob die AfD im Bundestag den Vorsitz im Kulturausschuss übernehmen wird. Kulturschaffende wie die Schauspielerin Iris Berben oder der Intendant des Deutschen Theaters Berlin, Ulrich Khuon, warnen davor. Wie AfD-Abgeordnete Parlamentsgremien für die Inszenierung eines Kulturkampfes benutzen, kann man schon jetzt im Berliner Abgeordnetenhaus besichtigen. Die zweite Lesung zum Haushaltsentwurf am Montag nutzten sie, um ihr Kulturverständnis zu demonstrieren. "Die AfD hat einen einfachen Kompass", sagt Kultursenator Klaus Lederer (Linke). "Wer gegen Rassismus Position bezieht oder nichtdeutsche Künstler auf die Bühne bringt, muss sich, wenn es nach der AfD geht, auf Sanktionen gefasst machen."

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Übersetzer will er sein

Marc Grandmontagne über die Verhandelbarkeit von Theater

  

Seit Beginn diesen Jahres bekleidet Marc Grandmontagne als gewählter Direktor des Deutschen Bühnenvereins eines der einflussreichsten kulturpolitischen Ämter in der nationalen Kulturlandschaft. Im Rahmen eines Seminars über kulturpolitische Akteur*innen war der studierte Jurist und Politologe Gast am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Grandmontagne hat sich schon seit geraumer Zeit der Kulturpolitik verschrieben und arbeitete unter anderem am Projekt der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 und als Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft. Jetzt ist es nach eigener Beschreibung sein Job, die Mitglieder und Mitgliedsverbände des Bühnenvereins zu repräsentieren und zu schützen. Denn die stetige Infragestellung einer Notwendigkeit von Kunstproduktion und die Marginalisierung der Kulturpolitik mache es selbst dem progressivsten Kulturbetrieb schwer. Und das, da schreckt Grandmontagne auch nicht vor einer vermeintlich negativen Konnotation des Wortes zurück, ist Lobbyarbeit.

 (Wie) Muss Theater sein?

 Im Gespräch stellt Grandmontagne sein Selbstverständnis als Direktor des Bühnenvereins dar:

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Lilienthals Kammerspiel: Experiment mit Happy End? Eine kulturpolitische Chronologie der Ereignisse

Es gibt diese Phase im Berufsleben eines jeden, da meint man, die Welt läge einem zu Füßen, alles liefe tip-top und man sei in Bestform. Und es gibt eine Phase, da passiert genau das Gegenteil. Alles und jeder scheint sich gegen einen verschworen zu haben, nichts läuft rund, es hagelt Kritik von allen Seiten. Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele, scheint sich aktuell, den Stimmen aus Publikum und Presse der letzten Monate nach zu urteilen, in der eher schwierigen Phase zu befinden. Eine heiße Debatte ist losgebrochen, Lilienthal mittenmang und ein Happy End scheint nicht in Sicht. In der Kritik geht es um zu viel Party, zu viel Sozialverein, zu wenig Kunst und letztlich auch darum, was ein institutionelles Theater heute sein soll, sowohl für sein Publikum, als auch für seine Beschäftigten.

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Es geht darum, dass es HIER passiert - Impulse zum Politischen im Theater

„Alles Theater ist auch politisches Theater, es ist nur die Frage, wie man es füllt“, antwortet Margarita Tsomou dem Journalisten Stefan Keim, der bei einem Gespräch im Rahmen des IMPULSE THEATER FESTIVAL am 13. Juni 2015 im Ringlokschuppen in Mühlheim an der Ruhr unter der Überschrift „Mehr als ein Spiegel.“ die Frage stellt: Was ist Politisches Theater heute?

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Protestaktion: Gegen die Stundenkürzungen des Fachs "Darstellendes Spiel" in Niedersachsen

Der Fachverband Schultheater und die Fachverbänder anderer musischer Fächer, rufen zu einer Petition auf, da das Fach Darstellendes Spiel in Niedersachsen von akuten Stundenkürzungen betroffen ist. Über die Online-Petition kann hier gegen die Kürzungen protestiert werden.