Es gibt viel zu tun! Internationales Symposium zur Lage der Darstellenden Künstler in Deutschland

So kurz die Zeit, so groß das Vorhaben: Das vom ITI und dem Fonds Darstellende Künste veranstaltete internationale Symposium "Report Darstellende Künste" zur Lage der Theater- und Tanzschaffenden im Kontext internationaler Mobilität findet vom 4. bis 6. Mai in der Berliner Akademie der Künste statt. Zahlreich reisen sie an, die Wissenschaftler, die Kulturpolitiker und Kunstschaffenden und doch hat man das Gefühl, es können gar nicht genug sein. Denn: es gibt Redebedarf. Und: wie immer, Handlungsbedarf. Um das furchtbar populäre Wort auch in diesem Kontext verwendet zu wissen, kann man sagen, es geht um eine Wirtschaftskrise. Denn, es ist kein Geheimnis, man kommt dieser Tage in Berlin zusammen, um einem der (selbst innerhalb der Kreativ- und Kulturbranche) umsatzschwächsten, sich seit jeher in einer Art Wirtschaftskrise befindlichen Wirtschaftszweige unter die Arme zu greifen: Der Zweig der Darstellenden Künste hält sich nicht von selbst am Baum. Aber das ist das Schöne an diesem Symposium: Man ist sich darüber einig, dass der Zweig am Baum zu bleiben hat, dass man ihn einerseits stützt und andererseits eine selbständige Photosynthese ins Rollen bringt.

En Gros werden die Symposiumsteilnehmer drei Tage lang über die Förderung der Darstellenden Künste und vor allem über eine dringend nötige Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Künstler beraten. En Detail heisst das - um nur einige zu nennen - dass es auf nationaler Ebene folgende Problematiken in Angriff zu nehmen gilt: Die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen freien und fest angestellten Künstlern. Die in keinem Verhältnis zu ihrer Qualifikation stehende finanzielle Situation der Künstler. Die Reform der KSK. Das Ausbauen von Netzwerken, d.h. der Austausch von Information und Infrastruktur insbesondere in der freien Szene. Die Kulturelle Bildung als wirtschaftlicher Faktor. Und natürlich, immer noch, die Verankerung der Kultur als Staatsziel in der Verfassung.

Dazu kommt die internationale Ebene, auf welcher Vergleiche zur den Lebens- bzw. Arbeitssituationen der darstellenden Künstler durchgeführt werden sollen.

Es gibt viel zu tun. Kein Wunder, hat die Organisation des Symposiums für die Kaffeepausen nur 20 Minuten anberaumt.