Ein freies Produktionshaus für Thüringen?

Was ist ein freies Produktionshaus?
Die deutsche Theaterszene ist vor allem durch Stadt- und Staatstheater als Institutionen,
die vielen freien Gruppen und Theaterschaffenden und wenigen freien Produktionshäuser,
die vor allem in großen Städten wie Hamburg (Kampnagel) und Berlin (Hebbel am Ufer)
geprägt sind. Da die Länder die Kultur- und Bildungshoheit besitzen, formen sie die
Theaterszene der Länder entscheidend mit. Freie Produktionshäuser bieten hierbei den
Vorteil, dass sie (relativ) freie Produktionsbedingungen mit der Professionalität eines
großen Hauses zusammenbringen. So können freie Gruppen unter professionellen
Bedingungen arbeiten. Nur wenn freien Theatergruppen ein sicherer Ort zum Proben und
Aufführen geboten wird, können sie langfristig weiterhin künstlerisch arbeiten. Durch das
professionelle Umfeld können die Künstler*innen einen Fokus auf die rein künstlerische
Arbeit legen und müssen nicht mehr gleichzeitig alle möglichen Arbeitspositionen für ihre
eigene Produktion erfüllen.

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„Eine Zusammenarbeit von Freiem und Stadt- und Staatstheater kann funktionieren. Aber sie müssen es wollen.“ Ein Gespräch über die Entwicklung des Freien Theaters

Henning Fülle hat seine Dissertation über Freie Theater verfasst. Diese ist im Theaterhaus Hildesheim Ausgangspunkt für ein Gespräch über die Zukunft des Freien Theaters. Auf der Bühne sitzen Martina von Bargen vom Landesverband Freier Theater in Niedersachsen (LaFT), Anika Kind vom Theaterhaus und Doktor Henning Fülle. 

 

Freies Theater braucht mehr Sichtbarkeit 

 

Moderator: Wie könnte eine Modernisierung des Theaters aussehen - wenn man da ganz träumerisch rangeht, was sind mögliche Perspektiven, die eine Parallelität von Freiem und Stadt- und Staatstheater möglich machen oder Schnittmengen zwischen beiden zulassen?

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Bundesforum 2017 - Teil V - Promotion of Plurality (5)

Bundesforum 2017 “an Initiative for the Development of the Independent Performing Arts”
By Özlem Canyürek

Bundesforum 2017 brought together the actors of the independent performing art scene, representatives of funding institutions at federal and state levels, and policymakers to discuss the current funding mechanism and exchange ideas for the improvement of the financial support scheme in the independent performing art milieu. The main highlight of the discussions was the importance of a continuous dialogue between the actors of the independent scene to exchange views on the main issues and how to raise a collective and stronger voice together against acute problems. The scale of the contemporary discourse regarding funding, stressed by the participants varied from the promotion of new aesthetics and artistic research as well as the artists' development, strengthening cross-border cooperation, fostering a nationwide network of alliances and collaborations to digitalisation, and archiving for safeguarding the cultural memory. While a wide range of matters conversed, advocacy for a plural performing art scene hardly referred. Although the demand for the promotion of a diverse theatre landscape expressed, the utterance for a more inclusive theatre realm was rather thin as if immigration is not perceived as one of the growing challenges for the independent performing art scene.

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Bundesforum 2017 - Teil IV - Für ein Bündnis der Freien Darstellenden Künste (4)

Ein Bundesforum als Road Map
Von Wolfgang Schneider

Die Conclusio ist klar: Ein Weiter so darf es nicht sein, auch wenn viele konstatieren, dass es schon anders geworden ist. Aber die Freie Darstellenden Künste sind als zweite Säule der deutschen Theaterlandschaft noch immer das fünfte Rad am Wagen der Kulturpolitik. Alle bekunden wieder und wieder, wie wichtig „die Freien“ seien. Und es werde ja genug getan. Aber genug ist nicht genug. 2018 muss es die Wende in der Förderung geben, mit klaren Forderungen!

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Bundesforum 2017 - Teil III - Vom Einholen der Wirklichkeit (3)

Theaterpolitische Überlegungen anlässlich des Bundesforums der Freien Darstellenden Künste 2017
Von Thilo Grawe


Es gibt Austauschbedarf zwischen den Akteur*innen der Freien Darstellenden Künste, ihren Förderern und Institutionen, den Netzwerken und Festivals. Beim gemeinsamen Bundesforum trafen sie aufeinander und stellten sich der Herausforderung innerhalb weniger Stunden konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren. Die Frage, die Janina Benduski, Vorsitzende des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste, gleich zu Beginn der völlig überbuchten Veranstaltung so zurückhaltend stellte, ob es ein solches Forum in regelmäßiger Form brauche, scheint angesichts der Nachfrage nur eine rhetorische Frage zu sein. Wenn der Prozess der Umstrukturierung, von dem hier so oft die Rede war, in diesem Bündnis gestaltet werden soll, dann sind solche Treffen die Mindestvoraussetzung, um die gemeinsame Arbeit zu organisieren.

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