Zuschauerbefragung bei Straßentheaterfestivals

Woher kommen die Besucher der Straßentheaterfestivals – aus der Stadt, der Region oder von weiter weg? Welche Altersgruppen sind auf Festivals unterwegs?

Diesen und anderen Fragen ging Bundesverband Theater im öffentlichen Raum in ihrer kürzlich erschienenen Zuschauerbefragung auf den Grund. Alle Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden.

 

Über einen neuen Trend - Theater ohne Bühne

Viele Künstler der Freien Szene kehren in den letzten Jahren der Bühne den Rücken. Sie bevorzugen die Inszenierung in theaterfernen Umgebungen und dehnen anscheinend die Aufführung über den Kunstraum hinaus. Aber ändert sich dadurch wirklich das Verhältnis zwischen Zuschauer, Darsteller und Welt? Verschwindet die Institution Theater, wenn sie sich unsichtbar macht?

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„Gemeinsam Gutes Anstiften“ - Die Bürgerstiftung Hildesheim fördert die Freie Theaterszene

Zum vierten Mal ehrte die Bürgerstiftung Hildesheim im Juli 2015 Theatergruppen der freien Szene. Im Foyer des Theaterhauses lag der Fokus auf den PreisträgerInnen und ihren Arbeiten, auf ein aufwendiges Rahmenprogramm wurde verzichtet. Der „Förderwettbewerb für Freie Theatergruppen“ wird in Kooperation der Bürgerstiftung mit der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vergeben, um, so Dr. Hans-Peter Geyer vom Vorstand der Bürgerstiftung, die „immense Breite der Theaterszene in Hildesheim“ besonders wert zu schätzen.

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Schöffengericht

Markus&Markus ist ein Theaterkollektiv aus Hildesheim, in kurzen Stichworten formulieren sie hier den Kern ihrer Arbeit:

1.    Wir sind Markus&Markus. Vor vier Jahren standen wir das erste Mal auf einer Bühne und erzählten von unserer Anzeige gegen Carsten Maschmeyer und den Präsidenten der Universität Hildesheim – Wolfgang-Uwe Friedrich – wegen Titelhandel, Bestechung und Bestechlichkeit.
2.    „Der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung von heute habe ich entnommen, dass Sie den Uni-Präsidenten wegen des Falls Maschmeyer angezeigt haben. Ich würde gerne mit Ihnen, Friedrich und Maschmeyer darüber sprechen und bitte Sie, sich bei mir zu melden. Vielen Dank und beste Grüße.“
3.    „Es ist nicht unser Anliegen, und in einer Redaktion mit Herrn Friedrich über Kulturpolitik zu unterhalten. Wir machen Theater. Wir verhandeln unsere Themen vor Publikum. Wir existieren praktisch nur für die Zeit der Aufführung.“
4.    Seit vier Jahren werden wir auf diese Anzeige angesprochen und mit ihr in Verbindung gebracht. Es ist an der Zeit zu sagen: Diese Anzeige hat es nie gegeben.
5.    „Am Ende von Ibsens ‚Wildente‘ ist das Mädchen Hedvig tot. Sie hat sich erschossen. Beim für sie besonders heftigen Applaus steht Hedvig (Elisa Plüss) wieder auf beiden Beinen, die Wangen gerötet. Natürlich, so funktioniert Theater. Im Normalfall.“
6.    Wir sind Markus&Markus. Wir machen reales Theater. Wir wollen keinen Schauspieler mehr sehen, der so tut, als wolle er sterben. Warum tun Leute so? Das verstehen wir nicht.
7.    „Müssten die Theaterleute aber nicht genau das zu erreichen versuchen, dass nämlich Margot gern weiterleben möchte?“
8.    Wir machen politisches Theater.
9.    Wir sind keine moralische Anstalt.
10.    Das Theater ist der Ort für die Behauptungen. Was Realität ist und in der Behauptung stattfindet, wird Behauptung. Was behauptet wird, wird Realität.


aus: Impulse Theater Festival 2015. Programmheft

Die Gießkanne ist am verdunsten...

Die Interessensgemeinschaft Freier Theater Steiermark Das Andere Theater mit Sitz in Graz fordert in einem Offenen Brief den österreichischen Kulturlandesrat Dr. Buchmann dazu auf, die Förderung nichtinstitutioneller Theater nicht noch weiter zu verringern. Professionele Arbeit zu fairen Gagen wäre mit den zugesprochenen Fördersummen nicht mehr möglich. Die Verteilung der Gelder, 1,5 Mio. für die Freie Szene und 15 Mio. Euro für die Theaterholding (Schauspielhaus), sei unfair und es würde an denen gespart, die sowieso schon an ihrem Existenzminimum arbeiten.

Aus Soliarität und theaterpolitischer Relevanz veröffentlichen wir diesen Brief auch auf unserer Webseite.

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