Next Generation im Freien Theater - Ein Kommentar zum Fachforum „Generationenwechsel“ in Hannover

Von den Alpen bis ans Meer wird vom Generationenwechsel im Freien Theater gesprochen. Stichworte wie „Next Generation“ und „Generation Y“ sind immer wieder zu hören und zu lesen. Doch was hat es mit diesem Generationenwechsel auf sich? Woher kommt der Trend, darüber zu sprechen?

Die erste Generation der freien Theatermacher schreitet unweigerlich auf das Rentenalter zu – auch wenn einige das noch nicht wahrhaben wollen. Oft schon in den 1970er Jahren haben sie eigene Gruppengegründet, Ästhetiken in der Stadt und im Land etabliert und Förderer ans Haus gebunden. Viele haben ein reiches Erbe geschaffen, das weitergeführt werden soll. Es ist offensichtlich, dass etwas getan werden muss ob der alternden Freien Szene und ihrer Strukturen. Die Frage ist nur wie?

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„Größeres schaffen!“

Clair Howells im Gespräch mit Luise Gerlach über Theater, den öffentlichen Raum und die Vorteile eines eigenen Verbands.

 

www.theaterpolitik.de: Der Bundesverband Theater im öffentlichen Raum setzt sich für die Anerkennung von Theater im öffentlichen Raum als eigenständiges Genre ein. Warum die Betonung der Eigenständigkeit?

Clair Howells: Wir sind natürlich Teil der freien Theaterszene. Kunst, die draußen stattfindet, hat allerdings spezielle Bedingungen und Bedürfnisse. Unsere Arbeit ist sehr unmittelbar. Das Publikum ist breiter aufgestellt, alle sozialen Schichten sind vertreten. Im öffentlichen Raum können andere Themen, Formate und Formen vorkommen als in der klassischen Black Box. Es gibt nicht den geschützten Raum wie in einem geschlossenen Theater. Dadurch hat man mit Verkehr zu tun, mit verschiedenen Arten von Geräuschen, man macht selbst Geräusche, muss besondere Sicherheitsvorschriften beachten. Dafür können wir uns, je nach Ort, weiter ausbreiten.

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Das Problem der Partizipation

Partizipation ist zum regelrechten Zauberwort in den darstellenden und performativen Künsten geworden. Den Zuschauer aus dem Dunkel des Parketts zu befreien, beinhaltet für viele Theatermacher das utopische Versprechen einer gerechten Gesellschaft, an der alle teilhaben. Doch dabei wird oft vergessen, dass Theater sich von anderen kulturellen Praktiken unterscheidet.

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Wenn Theater von der Bühne steigt und wie das Zentrum für politische Schönheit Aktionismus als Kunst inszeniert

Sie ermöglichen zwei toten Flüchtlingen eine angemessene Beerdigung in Berlin direkt vor dem Bundeskanzleramt. Sie erschaffen ein Projekt des Familienministeriums, in dem sie Kinder aus Kriegsgebieten an deutsche Familien vermitteln wollen, ohne dass das Familienministerium darüber Bescheid weiß. Sie setzen 25.000 für Informationen über illegale Machenschaften von Anteilseignern eines Rüstungskonzerns aus. Sie bringen die Mauerkreuze, die an die ermordeten Flüchtlinge aus der DDR erinnern sollen, an die EU-Außengrenze und drücken sie dort den gegenwärtigen Flüchtlingen in die Hand.

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„Ein Gespenst geht um in Europa …“ - Ein kapitalismuskritisches Festival im Berliner HAU

Mit dem Festival „Marx’ Gespenster“ knüpft das HAU Hebbel am Ufer an die Aktualität der Analyse und Kritik des Gesellschaftstheoretikers Karl Marx an und versucht, unterschiedlichen Artikulationen gegen heutige Herrschaftsreformen auf die Spur zu kommen, aber auch Auswege aufzuzeigen. Gesamtpolitische Aspekte aber vor allem auch Reflexionen von Künstler_innen, die in ihrer Praxis tagtäglichen Formen der Selbstausbeutung und Aufforderung zur Selbstoptimierung unterworfen sind, sollen im Zentrum stehen.

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