Bundesländertour der IG Freier Theaterarbeit 2014/2015 in Österreich

Im November 2014 veröffentlichte die österreichische Interessengemeinschaft freier Theaterarbeit (IGFT) ihren Bericht über die Ergebnisse, Problemlagen, sowie Lösungsansätze der Rahmenbedingungen freier Theaterarbeit, welche anhand einer österreichweiten Bundesländertour erforscht wurden. Im Frühjahr 2015 soll ein Austausch im Bundeskanzleramt mit Kulturpolitikern initiiert werden. Die Endfassung des Berichts kann nun auf der Website der IGFT eingesehen und heruntergeladen werden: Zusammenfassung und Ergebnisse der Bundesländertour der IGFT 2014/15

 

Rückblick 2014: "Politisches Handeln in Gemeinschaft"

In der ersten Ausgabe der "Gift" 2014 schreibt Julia Wiegele:

Im März 2012 haben Künstler_innen und Kulturproduzenten_innen, die in der so genannten Freien Szene 1 Berlins tätig sind, die Koalition der Freien Szene aller Künste (KFS) gegründet. Die Koalition möchte auf die „eklatante Fehlentwicklung im Berliner Kulturhaushalt aufmerksam machen, die die Substanz des viel beschworenen und international gefeierten kreativen Berlin gefährdet“ 2 . Man könnte die KFS als ‚symbolischen Zusammenschluss‘ oder als ‚strategisch-politisches Netzwerk‘ bezeichnen, das die gemeinsamen Forderungen an die politischen Vertreter_innen Berlins richtet.

Der gesamte Artikel kann in Form einer PDF hier gelesen werden.

„Der Freiheit zuliebe“ Über das Politische in den Darstellenden Künsten

 

 

Es ist nicht glaubwürdig, wenn wir einerseits vorgeben, politisch arbeiten zu wollen und soziale Missstände in anderen Arbeitsbereichen kritisieren, während wir selbst in neoliberalen Mustern agieren.“ (Bundesverband Freier Theater) Eine von zehn Arbeitsthesen widmet sich dem politischen Anspruch der im BuFT organisierten freien Theater. Sie diente als Einstieg in den Diskurs zur Veranstaltungsreihe „next.generation“, am 15. November 2014 während des 9. Festivals Politik im Freien Theater in Freiburg auf dem Fachforum „Der Freiheit zuliebe.“ Zwei Podien und ein Speeddating mit Künstlern des Festivals widmeten sich der Leitfrage „was das politische in den künstlerischen Arbeiten der freien Darstellenden Künste ausmachen könnte?“ Die Beiträge näherten sich aus der theoretischen, historischen und praktischen Perspektive dem Gegenstand.

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Freies Theater in Deutschland – auf der Suche nach neuen Formen des Theaters

"In jenem permanenten Neu-Erfinden des Theaters – auf der Ebene der Ästhetik wie des Produzierens – liegt das besondere Potenzial eines Freien Theaters."

Annemarie Matzke, Mitglied des Performance-Kollektivs She She Pop und Professorin für Gegenwartstheater an der Universität Hildesheim, gibt in ihrem Artikel auf der Webseite des Goethe Instituts einen Überblick über die Bedeutung des so genannten Freien Theaters für die deutsche Theaterlandschaft - dessen wichtigste Plattform, das Impulse Festival, aktuell vor dem Aus steht.


Der Artikel kann hier nachgelesen werden.

 

Keine Zukunft ohne Impulse - Wir brauchen die Impulse Theater Biennale! Offener Brief an die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft

Über 100 Tanz- und Theaterschaffende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum fordern in einem offenen Brief an die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, den Erhalt der »Impulse Theater Biennale«

Die Unterzeichner_innen zeigen sich „entsetzt..., dass der Impulse Theater Biennale wegen mangelnder finanzieller Unterstützung das Aus droht“. Sie fordern „das Land Nordrhein-Westfalen und den Bund auf, schnell eine Lösung zu finden: Die Impulse Theater Biennale muss dauerhaft gesichert – und damit auch der großen Bedeutung freien Theaters Rechnung getragen werden!“

Unterzeichner_innen des Briefes sind namhafte Tanz- und Theaterschaffende, Festivalleiter_innen, Intendant_innen, Wissenschaftler_innen sowie zahlreiche Verbände.


Wortlaut und Unterzeichner_innen des briefes finden sich hier.