Das Problem der Partizipation

Partizipation ist zum regelrechten Zauberwort in den darstellenden und performativen Künsten geworden. Den Zuschauer aus dem Dunkel des Parketts zu befreien, beinhaltet für viele Theatermacher das utopische Versprechen einer gerechten Gesellschaft, an der alle teilhaben. Doch dabei wird oft vergessen, dass Theater sich von anderen kulturellen Praktiken unterscheidet.

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Wenn Theater von der Bühne steigt und wie das Zentrum für politische Schönheit Aktionismus als Kunst inszeniert

Sie ermöglichen zwei toten Flüchtlingen eine angemessene Beerdigung in Berlin direkt vor dem Bundeskanzleramt. Sie erschaffen ein Projekt des Familienministeriums, in dem sie Kinder aus Kriegsgebieten an deutsche Familien vermitteln wollen, ohne dass das Familienministerium darüber Bescheid weiß. Sie setzen 25.000 für Informationen über illegale Machenschaften von Anteilseignern eines Rüstungskonzerns aus. Sie bringen die Mauerkreuze, die an die ermordeten Flüchtlinge aus der DDR erinnern sollen, an die EU-Außengrenze und drücken sie dort den gegenwärtigen Flüchtlingen in die Hand.

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„Ein Gespenst geht um in Europa …“ - Ein kapitalismuskritisches Festival im Berliner HAU

Mit dem Festival „Marx’ Gespenster“ knüpft das HAU Hebbel am Ufer an die Aktualität der Analyse und Kritik des Gesellschaftstheoretikers Karl Marx an und versucht, unterschiedlichen Artikulationen gegen heutige Herrschaftsreformen auf die Spur zu kommen, aber auch Auswege aufzuzeigen. Gesamtpolitische Aspekte aber vor allem auch Reflexionen von Künstler_innen, die in ihrer Praxis tagtäglichen Formen der Selbstausbeutung und Aufforderung zur Selbstoptimierung unterworfen sind, sollen im Zentrum stehen.

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Im Spiele ertragen sie sie noch: Von der (Un-)Möglichkeit auf der Bühne Politik und im Gerichtssaal Theater zu machen

Was tun, wenn der Schrecken der Realität uns blendet? Wenn Politik sich in ihrer Undurchsichtigkeit suhlt und der Bürger nicht mehr weiß, auf welcher Seite er denn jetzt stehen soll, welche die Richtige ist, und ob es überhaupt noch Seiten gibt. Dann brauchen wir jemanden, der uns einen Spiegel vorhält, der die halbdunklen Seiten, die grau schraffierten Schatten unserer Zivilgesellschaft erleuchtet und das Nachdenken wieder aktiviert. Das Nachdenken was da wo und wie gerade schief gelaufen ist.  Das International Institute of Political Murder (IIPM) Milo Raus versucht dies seit 2007 mit Theaterperformances, Aktionen, Filmen und Büchern. Im Spiel werden die Grundsätze der Realität thematisiert. Denn, das schrieb schon Schiller in seiner Abhandlung „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“: „Im Spiele ertragen sie sie noch“.

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„Überall ein bisschen zu Hause“ - Gespräche zum interkulturellen Potenzial des Theaters

Nathalie Bloch widmet sich in ihrem dichten Interviewband „Internationales Theater und Inter-Kulturen. Theatermacher sprechen über ihre Arbeit“ dem großen Spannungsfeld interkultureller Theaterarbeit und zeigt, dass „niemand seine Identität verliert, wenn er sich dem Anderen öffnet“ (aus dem Gespräch mit Frie Leysen)

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