„Nicht wir, sondern die Entwicklung der Gesellschaft bestimmt die Form des Theaters“

 

Ein Gespräch mit Jürgen Eick, Geschäftsführer und 

künstlerische Leitung des E-Werks in Freiburg

 

Stadttheater und Freies Theater – Fusion vs. Klare Grenzen

 

Redaktion: In unserem Gespräch soll es um das Stadttheater der Zukunft gehen. Warum bist du genau der Richtige, um über dieses Thema zu sprechen?

 

Jürgen Eick: Zunächst ist die Frage der Stadttheater der Zukunft eine ganz große Modefrage. Jedes Seminar beginnt damit: Was wollt ihr im Stadttheater der Zukunft? Ich glaube, es geht um eine ganz andere Frage, nämlich: Wie werden wir in Zukunft Geschichten erzählen? Das Erzählen moderner Stoffe sollte nicht von Institutionen und deren Möglichkeiten abhängen, sondern umgekehrt: die Erzählweisen sollten abhängig sein von den Themen, die wir verhandeln. Was ist der nächste Schritt in der Art und Weise Kultur, Kunst, Theater und Tanz zu denken? Ich kenne sowohl die Arbeit der Stadttheater als auch die der freien Produktionshäuser.

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Die darstellende Kunst als eine soziale Kraft - Südafrikas Theater der Postapartheid im Prozess der Transformation

Im Staatstheater in Pretoria wird geschossen, im Baxter in Kapstadt wird geschrien, im Soweto Theater in Johannesburg wird demonstriert. Sage ja einer, die darstellende Kunst sei nicht politisch. In Südafrika ist Theater in der Postapartheid nah dran an der Gesellschaft, begleitet den Prozess der Transformation und versteht sich als soziale Kraft. Doch Weiße und Schwarze, Alte und Junge streiten um die Wege, um Inhalte und um Ästhetiken.

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Eine Petition für den Denkmalschutz1.475 Bürger können sich nicht irren

Als der Kulturszene der Stadt Wiesbaden ein Frevel widerfahren sollte, beschlossen 1.475 Bürger sich zu wehren. So viele unterzeichneten eine Online-Petition, die um nicht weniger ging, als den „Erhalt der klassischen Inszenierung von Hänsel und Gretel“ am Theater Wiesbaden.

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Im Würgegriff

Draußen auf dem Land, hügelig oder flach, in kleinen oder auch schon größeren Städten, gibt es Theater, die von der überregionalen Kritik weitgehend unbesucht bleiben. Jenseits der Metropolen oder überhaupt von Häusern mit großer Tradition gehören sie zusammen mit den Kunstvereinen, dem Kino, dem Symphonieorchester zum städtischen Kulturleben. Ihre Bedeutung als wesentliches Zentrum städtischer Auseinandersetzung haben sie weitgehend verloren, aber eines müssen sie leisten: Die Bevölkerung muss sich mit ihrem Theater identifizieren können, hier besucht man seine lokalen Stars, hier bekommt man seinen eigenen „Faust“ präsentiert, eine Tatsache, hinter der Qualitätsdebatten bisweilen zurücktreten. Das ist Kunst Marke Eigenbau, die sich von den Gastspielen in den Stadthallen und der Eventkultur abhebt. Bei den Premieren wirft man sich in Schale, man setzt auf Kooperation mit den Schulen, zunehmend auf Theaterpädagogik und auch auf Publikumsoffenheit.

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Nach dem Spiel ist vor dem Theater

Freie Szene, freier Geist, freies Spiel: Theater und Fußball sind sich gar nicht so unähnlich. Doch seinen Job einfach abgeben, weil es nicht mehr rund läuft, wie Jürgen Klopp beim BVB, das käme Bühnenikonen wie Castorf, Peymann & Co nie in den Sinn.

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