Die darstellende Kunst als eine soziale Kraft - Südafrikas Theater der Postapartheid im Prozess der Transformation

Im Staatstheater in Pretoria wird geschossen, im Baxter in Kapstadt wird geschrien, im Soweto Theater in Johannesburg wird demonstriert. Sage ja einer, die darstellende Kunst sei nicht politisch. In Südafrika ist Theater in der Postapartheid nah dran an der Gesellschaft, begleitet den Prozess der Transformation und versteht sich als soziale Kraft. Doch Weiße und Schwarze, Alte und Junge streiten um die Wege, um Inhalte und um Ästhetiken.

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Eine Petition für den Denkmalschutz1.475 Bürger können sich nicht irren

Als der Kulturszene der Stadt Wiesbaden ein Frevel widerfahren sollte, beschlossen 1.475 Bürger sich zu wehren. So viele unterzeichneten eine Online-Petition, die um nicht weniger ging, als den „Erhalt der klassischen Inszenierung von Hänsel und Gretel“ am Theater Wiesbaden.

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Im Würgegriff

Draußen auf dem Land, hügelig oder flach, in kleinen oder auch schon größeren Städten, gibt es Theater, die von der überregionalen Kritik weitgehend unbesucht bleiben. Jenseits der Metropolen oder überhaupt von Häusern mit großer Tradition gehören sie zusammen mit den Kunstvereinen, dem Kino, dem Symphonieorchester zum städtischen Kulturleben. Ihre Bedeutung als wesentliches Zentrum städtischer Auseinandersetzung haben sie weitgehend verloren, aber eines müssen sie leisten: Die Bevölkerung muss sich mit ihrem Theater identifizieren können, hier besucht man seine lokalen Stars, hier bekommt man seinen eigenen „Faust“ präsentiert, eine Tatsache, hinter der Qualitätsdebatten bisweilen zurücktreten. Das ist Kunst Marke Eigenbau, die sich von den Gastspielen in den Stadthallen und der Eventkultur abhebt. Bei den Premieren wirft man sich in Schale, man setzt auf Kooperation mit den Schulen, zunehmend auf Theaterpädagogik und auch auf Publikumsoffenheit.

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Nach dem Spiel ist vor dem Theater

Freie Szene, freier Geist, freies Spiel: Theater und Fußball sind sich gar nicht so unähnlich. Doch seinen Job einfach abgeben, weil es nicht mehr rund läuft, wie Jürgen Klopp beim BVB, das käme Bühnenikonen wie Castorf, Peymann & Co nie in den Sinn.

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Nach Castorf. Die Berliner Volksbühne auf dem Weg zum „Eventschuppen“?

Chris Dercon, „der Kerl, den in Berlin keiner haben wollte“ (stern.de, 24.04.) wird ab 2017 die Leitung der Volksbühne übernehmen. Dass die Diskussion um Frank Castorfs Nachfolger als Intendant des Berliner Traditionstheaters über Wochen bundesweit in den Feuilletons kommentiert wurde und dadurch hochgekocht ist, hängt wohl vor allem damit zusammen, dass sich hier ganz unterschiedliche Akteure streiten: Da sind die eingefleischten Berliner Theatermacher Claus Peymann, Noch-Intendant des Berliner Ensembles, und Castorf auf der einen und die gerade ihr Amt angetretenen Herren Regierender Bürgermeister Michael Müller und Kulturstaatssekretär Tim Renner auf der anderen Seite. Dazu kommen weitere Kultur-Player, das immer wieder mal zündelnde Feuilleton und schlussendlich auch der, den Streit eher aus der Distanz beobachtende, fast schon darüber begeistert wirkende designierte Volksbühnen-Intendant Chris Dercon.

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