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  • Buchpremiere: Theater und Migration - Sonntag, 3. Juli 2011 Theaterformen Hannover

    Buchpremiere und Podiumsdiskussion

    Deutschland sei ein Einwanderungsland, heißt es mittlerweile sogar in der offiziellen Sprachregelung der Politik. Und in der Tat hat fast ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Aber Migration findet im deutschen Theater nur als Marginalie statt.

    Doch wie soll die gesellschaftliche Selbstverständigung in den dramatischen Künsten in Sachen Migration befördert werden? Welche theaterpolitischen Konzepte initiieren den Austausch der Kulturen, welche künstlerischen Programme verhandeln den kulturellen Wandel, welche kulturvermittelnden Angebote brauchen die Bühnen? Und wie verändert eine solche Reform das System Theater?

    Professor Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, hat ein Buch zum Thema „Theater und Migration" herausgegeben. Mit ihm diskutieren Anja Dirks, Simone Dede Ayivi (freie Regisseurin) und Judith Gerstenberg (Chefdramaturgin des Schauspiel Hannover).

    Theater und Migration. Herausforderung und Auftrag für die Kulturgesellschaft Transcript Verlag, Bielefeld 2011

    Für weitere Informationen gehen Sie auf www.theaterformen.de oder klicken Sie bitte hier.

  • Mittwoch 29. Juni 12:00Uhr - Kulturpolitischer HighNoon des Instituts für Kulturpolitik

    Theater 2022 - Perspektiven für die dramatischen Künste in Stadt und Land

    Andrea Fester, Künstlerische Leiterin des Theaterhauses Hildesheim

    Jörg Gade, Intendant des Theaters für Niedersachsen

    Prof. Dr. Jens Roselt, Direktor des Instituts für Medien und Theater

    Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Schneider

    Mittwoch, 29. Juni 2011

    12.00 s.t. bis 13.00 Uhr

    Auf dem roten Teppich, Gebäude J, dritter Stock, Universität Hildesheim

    Gestern war das Gegeneinander: Stadttheater versus freie Gruppen! Heute kommt's zum kommunalen Kürzen! Und morgen? Wächst da zusammen, was zusammen gehört? Wie sieht das Theater in Zukunft aus? Überall Festivals und immer wieder Performances im öffentlichen Raum? Und was kommt nach der Postdramatik? Darüber wäre zu streiten, darüber gilt es, sich kulturpolitisch zu verständigen.

  • Bundeskongress der Freien Darstellenden Künstler

    Der Bundesverband Freier Theater lädt vom 9.-12. Dezember 2010 ins Stuttgart Theaterhaus zum

    Bundeskongress der Freien Darstellenden Künstler.

    Anmeldung unter: http://freie-theater.de/stuttgart_kongress.html

  • Die Leitlinien der INTHEGA

    Engagiert für das Theater in der Fläche

    Die Leitlinien der INTHEGA


    Vorwort

    Kunst und Kultur sind eine wesentliche Lebensgrundlage für den Menschen.
    Gerade vor dem Hintergrund eines sich immer schneller vollziehenden Wandels in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Gesellschaft, Politik und sozialer Fürsorge, tragen Kunst und Kultur zur Sinngebung und Lebensbereicherung des Einzelnen bei. Sie sind damit im wahrsten Sinne "Lebensmittel", an dem möglichst viele Menschen aus allen Bevölkerungskreisen teilhaben sollen.

    Kunst und Kultur sind unverzichtbare Elemente einer dem Ziel der "menschlichen Stadt" verpflichteten Stadtentwicklung, die über die technische Infrastruktur weit hinausreicht. Somit ist die Kulturpolitik, als ein Kernbereich kommunaler Autonomie, ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsfürsorge.

    Der Ausbau einer "geistigen Infrastruktur" ist eine zentrale Herausforderung und politischer Auftrag für die Städte und Gemeinden. Sie sind die Träger öffentlicher Kultureinrichtungen. Sie bewahren künstlerische Traditionen, fördern kulturelle Aktivitäten und Ausdrucksformen und schaffen neue Angebote. Dieses reiche Kulturgeschehen zu erhalten und in seiner Vielfalt zu schützen ist eine vordringliche Aufgabe der Kommunen für ihre Bürger.

    Damit Kunst und Kultur nicht nur in den großen Städten stattfindet, gibt es die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (INTHEGA). Sie entstand 1980, um Kulturarbeit vor Ort, abseits der Metropolen, in den Mittelpunkt zu rücken. Hauptaugenmerk der INTHEGA gilt dabei dem Theater in all seinen Erscheinungsformen.
  • Freies Theater in Deutschland

    Freies Theater in Deutschland
    Förderstrukturen und Perspektiven

    Fonds Darstellende Künste (Hrg.)

     

  • Blicke in die Welt des Freien Theaters

    Rezension zu: Freies Theater in Deutschland. Förderstrukturen und Perspektiven. Günter Jeschonnek (Hg.) für den Fonds Darstellende Künste in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft, Klartext, Essen 2007
  • Symposium "Förderstrukturen des Freien Theaters in Deutschland"

    Das Team von www.theaterpolitik.de war beim Symposium "Förderstrukturen des Freien Theaters in Deutschland", ausgerichtet vom Fonds Darstellende Künste, als Dokumentationsgruppe mit dabei. Hier eine Auswahl aus der Berichterstattung sowie den wichtigsten Beiträgen und Statements:

    • Schmolling, Julia: "Am Puls der Zeit" - Die Sophiensaele feiern ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum
    • Meiborg, Mounia: "Vom Katzentisch zur Tafelrunde"
    • Schulte-Römer, Nona: "Theater - fit für die Zukunft"
    • Fonds Darstellende Künste: "Freies Theater fordert von Politik deutlichere Unterstützung"
    • Schneider, Wolfgang: "Von Projekt zu Projekt - am Katzentisch der Kulturpolitik?"
  • Am Puls der Zeit

    Die Sophiensæle Berlin, die bekannte Spielstätte der Freien Szene der Hauptstadt feierten im November 2006 ihr zehnjähriges Jubiläum und haben zu diesem Anlass ein 144seitiges Buch veröffentlicht: „Spielräume produzieren – Sophiensæle“, das von der künstlerischen Leiterin Amelie Deuflhard herausgegeben und im Verlag Theater der Zeit erschienen ist.
  • Vom Katzentisch zur Tafelrunde

    Zur Nachahmung empfohlen: Symposium des Fonds Darstellende Künste diskutiert über Förderstrukturen des Freien Theaters

     

  • Theater - fit für die Zukunft

    Der Wandel ist eingeleitet, freie Theaterschaffende und Politiker sind sich völlig einig: Theaterarbeit in Deutschland verdient angemessene Rahmenbedingungen. Ein gemeinsamer Dialog soll nun die gegenwärtige Schieflage im System korrigieren. Den Anstoß gab ein Symposium auf Initiative des Fonds Darstellende Künste vom 23.-25. Januar 2006 in Berlin.

     

  • Freies Theater fordert von Politik deutlichere Unterstützung

    Der Fonds Darstellende Künste, der von der Kulturstiftung des Bundes mit einer Million Euro gefördert wird, führte vom 23. bis 25. Januar 2006 erstmalig ein bundesweit angelegtes Symposium zur Bestandsaufnahme sowie der Weiterentwicklung der Förderstrukturen des professionellen Freien Theaters in Deutschland durch. Daran beteiligten sich 150 hervorragende Künstlerinnen und Künstler aus allen Bundesländern, Kulturpolitiker von Kommunen, Ländern und des Bundes, Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen, anderen Förderinstitutionen und Unternehmen, Mitglieder des Kuratoriums und Vorstands des Fonds sowie Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags.

      

  • Von Projekt zu Projekt - am Katzentisch der Kulturpolitik?

    Es fehlt ein Bewusstsein bei den kulturpolitischen Verantwortlichen, welche entscheidende Rolle Freies Theateer für die Entwicklung der Theaterlandschaft in Deutschland gespielt hat, spielt und spielen könnte. Es besteht ein Reformbedarf der Institution Theater und der Förderstrukturen. Nur wenn alle Beteiligten, Künstler und Kommunen gemeinsam das Ganze vom kulturpolitischen Auftrag her betrachten und bereit sind, die Darstellenden Künste als künstlerische Ausdrucksform, als Selbstgespräch der Gesellschaft, als ästhetische Bildung sehen und definieren, was alles an Theater möglich sein soll in einer Region, dann werden sich auch Strukturen ändern, aber auch ein Phänomen wie freies Theater obsolet werden.
  • Von Performance ist häufiger im Bankgeschäft die Rede als im Kunstdiskurs

    Über das Festival Politik im Freien Theater 2005
  • Glotzt nicht so politisch...!

    Theater als ‚machtvolles Bildungsmittel’ und ‚soziale Kunstform’, so wie der Bildungstheoretiker H. v. Henting es zum Jahres-Symposium der dg 2006 rechtfertigte, sieht Henning Fülle als ein Miss-verständnis an. Die Normalität des Theaters so Fülle, sei eine kunsthandwerkliche: Ein Abend der funktioniert und vom Publikum mit Applaus gewürdigt wird, damit stellt er grundsätzlich die politische Kraft von Produktionen im ‚Normaltheater’ in Frage. Seine These lautet: Nur dort wo Theater von seinen Produzenten in erster Linie als Kunst mit einem Blick auf die gesellschaftliche Wirklichkeit verstanden wird, kann es gelingen die normale Wahrnehmung zu unterbrechen und damit neue Perspektiven auf gesellschaftliche Vorgänge zu öffnen. Fülle findet solche ‚radikal soziale’ Theater-kunst vor allem außerhalb der ‚Anstalten des deutschen Theaters’ und knüpft daran sein Plädoyer für die Stärkung jener Strukturen und Produktionsweisen in denen sich diese künstlerischen Vorgänge entfalten und wahrgenommen werden können.
  • Politik? Im Freien? Theater? Heute?

    Im Rahmen des 6. Festivals „Politik im Freien Theater“ in Berlin vom 10. bis zum 20. November 2005, wurde der „Diskurs Container“ als virtueller Ort und Raum für Diskussionen über Freies Theater im politischen Kontext unter anderem von Henning Fülle etabliert. Innerhalb dieser Debatte, die zum mitmachen und mitdiskutieren aufruft, dient der Text Fülles „Politik? Im Freien? Theater? Heute?“ als Einstieg in den Diskurs. Ausgehend von der Annahme, das politische Selbstverständnis der künstlerischen Praxis spiele im zeitgenössischem Freien Theater keine Rolle mehr, baut er seine These auf, die ’freie Szene’ bediene sich heutzutage ihrer Freiräume zum Experimentieren, um darauf folgend unter besserer Entlohnung in den konventionellen Theaterbetrieb, der zuvor allerdings als Reibungsfläche diente,  einzusteigen. Gegensätze zwischen Freiem Theater und den Stadttheaterbetrieben seinen nicht mehr eklatant sichtbar.
  • Nichts aus der Konserve

    Eine Bestandsaufnahme über die aktuelle Situation der Freien Szene in Frankfurt am Main.
  • Interview mit Prof. Wolfgang Schneider zur Situation der Freien Theater in Niedersachsen

    Im Januar traf sich zum ersten Mal der neu berufene Theaterbeirat des Landes Niedersachsen, um über die Projektanträge der Freien Theater für 2006 zu beraten. Die Sitzung leitete zunächst der scheidende Vorsitzende Professor Dr. Wolfgang Schneider, der dem Beirat seit 1997 angehörte. Ebenfalls ausgeschieden sind Thomas Lang, der das Land von Beginn des Beirats an beraten hat, Holger Walla, den der LaFT 2002 als Nachfolger von Dietrich Oberländer benannte, und Marijke Gerwin. Ihnen allen sei nochmals für ihre engagierte und fachkundige Arbeit in diesem Gremium und ihren Einsatz für Erhalt und Fortentwicklung der Freien Theaterarbeit gedankt.

    Als neuer Vorsitzender wurde Honne Dohrmann ernannt, der seit 2003 Beiratsmitglied durch LAGS-Benennung ist. Neu berufen wurden Sibylle Linke, Katja Ott, Geesche Wartemann und Marco Santi, die wir kurz vorstellen.

     

  • Ein Haus für Theater

    Politiker kürzen Kulturetats, und Theaterleute klagen darüber. Wie soll es weitergehen? Unser Autor empfiehlt eine konzentrierte Aktion: Die freien Gruppen sollen sich zusammenschließen. Erschienen in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung schrieb in ihrer Ausgabe vom 02.02.05.

     

     

  • Die Systemgänger - Deutsches Theater im neuen Jahrtausend

    Im Freien Theater hat sich in den letzten zehn Jahren jedoch ein Wandel vollzogen, der nicht
    folgenlos bleibt für die gesamte Reformdebatte um das deutsche Theater. Hier werden Wege beschritten, die die feste Ensemblebildung mit eigenem Haus in Frage stellt - in beiden Systemen.
    Zunehmend wird jedoch nicht mehr in festen Gruppen gearbeitet, sondern als so genannte Produktionsgesellschaften (Produktions-GbRs), in denen sich Profis für ein Projekt zusammenfinden, oft an Häusern wie Kampnagel oder Sophiensäle, die als Produktions- und Gastspielhäuser und nicht als Quasi-Stadttheater mit eigenem Ensemble fungieren.
  • Positionspapier zur Konzeption eines Theaterzentrums

    Im Rahmen eines Seminars mit derm Thema „Vom Stadttheater zum Theaterzentrum“ entwickeln Studierende der Uni Hildesheim 2004 ein Konzeptionspapier für ein Theaterzentrum in Hildesheim.
  • Freien Theatern effizienteres Wirtschaften ermöglichen

    Den freien Theatern muß von der Gesetzeslage her mehr Vertrauen geschenkt werden. Das dürfte eigentlich nicht zu schwer fallen, sind doch die kommunalen und Landestheater längst in ein solches System überführt. Und wer ehrlich ist, wird zugeben müssen, dass die Finanzierung der freien Theater mittel- und langfristig wesentlich wirtschaftlicher und effizienter ablaufen wird.
  • Von Apparaten, Tankern, von Probebühnen des Lebens und Entwicklungsräumen

    Keiner kann es mehr hören, doch alle reden davon. Gemeint ist die permanente Krise des Theaters. Die einen verstehen darunter die angebliche Perspektivlosigkeit der Darstellenden Kunst, die anderen meinen die Finanzierungsschwierigkeiten großer Theaterapparate.
  • Akteure zwischen Büro und Bühne

    ›Freies Theater!‹ Dieser Begriff wird heute oft nur noch ungern für die Bezeichnung von strukturell anders organisierten Theatern gebraucht. Gemessen an den politischen Utopien und Ansprüchen, die das Freie Theater als Bewegung einmal konstituiert haben, ist dieses Unbehagen sicherlich berechtigt.
  • Theater außer sich

    Müller-Schöll untersucht neue ästhetische Konzepte, die nichts mehr mit den traditionellen Erwartungshaltungen an "das Theater" zu tun haben. "Theater außer sich" dürfte heute überall dort zu finden sein, wo andere Künste auf ähnliche Weise ihre Kunst mit Kunst verlassen.
  • Die deutsche Theaterlandschaft bedarf einer Umgestaltung

    Die Zukunft des Theaters in Deutschland braucht eine Neuorientierung in der Kulturpolitik. Theaterförderung muss endlich auch einmal von Konzeptionen gedacht werden dürfen, die nicht einseitig bestehende Verhältnisse festschreiben.
  • 10 Thesen zur Zukunft der Theater und Orchester in der Bundesrepublik Deutschland

  • Umsturz? Umbruch? Umgestaltung! Ãœberlegungen zur Neustrukturierung der deutschen Theaterlandschaft

    Um 1968 hatten wir in Westdeutschland eine inhaltliche Krise der bürgerlichen Repräsentationskultur. In den 70er Jahren hatten wir eine Krise mit den Theaterleitungen und in der Folge Modelle der Mitbestimmung zur Krisenbewältigung. Wir hatten einen Dortmunder Kulturreferenten, der die Abschaffung des Orchesters und des Opernensembles forderte, einen Frankfurter Oberbürgermeister, der die Alte Oper sprengen wollte und einen Berliner Kultursenator, der ein renommiertes Theater schließen ließ. Wir hatten nach der Wende die Abwicklung von Sparten, Kindertheatern, Orchestern und Ballettgruppen. Wir hatten schon mehrere Male im Feuilleton Krisenbeschwörungen, Weissagungen und apokalyptische Propheterien, die den Theatertod kommen sahen. Aber keiner kann es mehr hören, doch alle reden davon. Gemeint ist die permanente Krise des Theaters. Die einen verstehen darunter die angebliche Perspektivlosigkeit der darstellenden Kunst, die anderen meinen die Finanzierungsschwierigkeiten großer Theaterapparate. Genug der Krise! Oder sagen wir es mit Heiner Müller und beenden damit die Debatte: “Theater ist Krise.” Oder, um den Vorspann nicht ganz so ernst zu gestalten, sagen wir es mit den Worten des Magazins “Brand Eins” (Dezember 2003/Januar 2004): “Deutschland ist in der Krise. Das deutsche Theater auch. Der Unterschied ist: Im Theater passiert etwas.” Passiert etwas? Was passiert? Was sollte passieren?
  • Kulturwissenschaftler: Alleingänge von Theatern sind vorbei

    dpa-Meldung vom 27.10.05:

    Hildesheim (dpa/lni) - Angesichts der Kürzungen bei den Theatern in Niedersachsen hält der Kulturwissenschaftler Wolfgang Schneider mehr Zusammenschlüsse und Kooperationen für notwendig. «Es kann nicht jeder einzeln vor sich hin werkeln wie bisher», sagte Prof. Schneider von der Universität Hildesheim in einem dpa-Gespräch. Das Land und die Kommunen sollten gemeinsam ein Konzept erarbeiten, das eine «langfristige Garantie einer Theaterversorgung» mit sich bringe. «Da muss man dann auch sagen, wir können uns nicht überall ein Drei- oder Vier-Spartenhaus leisten, wir können uns nicht überall ein großes Orchester leisten.»

  • Der Theaterbetrieb ist verstaubt. Diesen Staub gilt es zu beseitigen!

    Ein Einblick in die Theaterdebatte des Jahrbuchs für Kulturpolitik

    In vielen Köpfen verankert, von vielen immer wieder gebraucht und doch als verstaubt, museal und vor Stolz erstarrt empfunden: der Begriff der Tradition. Einer dieser oft verwendeten Buchstabenreihungen, wenn es um die Begründungszusammenhänge für das Theater ging und geht. Warum aber nur der Begriff der Tradition im Zusammenhang mit der Bestätigung der Daseinsberechtigung von Theater? Unter Tradition versteht man die Überlieferungszusammenhänge, die als Sitten, Bräuche, Lebensformen, Erfahrungsstandards, Handlungsregeln, Institutionen von Generation zu Generation weitergeben werden und auf diese Weise die Kontinuität von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erzeugen. Wenn aber diese traditionsgeleitete Kontinuität fragwürdig wird oder infolge sozialen Wandels die gesellschaftliche Weiterentwicklung nach Maßgabe tradierter Handlungsnormen und –regeln nicht mehr gewährleistet ist, entsteht die Frage nach ihrem Sinn und ihren Grenzen.

  • Notprogramm für Theater

    Rede von Richard Blömer

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    „Theaterprobleme“ heißt eine Schrift des Schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt.
    Er erläutert darin, was er für die unverzichtbaren Bestandteile einer dramatischen Handlung hält. Dabei kommt er auch darauf zu sprechen, was für ihn Tragödie und was Komödie ist. „Tragödie“, so schreibt er, „als die gestrengste Kunstgattung, setzt eine gestaltete Welt voraus. Die Komödie eine ungestaltete, im Werden, im Umsturz begriffene, eine Welt, die am Zusammenpacken ist wie die unsrige“.

     

  • Stadttheater in der Krise

    Überall kann man es lesen! Jeder führt es im Munde: Das Ziel der deutschen Kulturpolitik ist der Erhalt der in ihrer Dichte und Qualität beispielhaften deutschen Kulturlandschaft. Insbesondere bei den großen kulturellen Einrichtungen, wie Theatern und Museen sind alle Anstrengungen darauf gerichtet, mit Hochdruck Reformen durchzuführen, damit alles so bleiben kann, wie es ist! Inzwischen gibt es sogar Überlegungen, die deutsche Theaterlandschaft als UNESCO-Weltkulturerbe quasi wie die Chinesische Mauer unter Schutz zu stellen.
  • Von der Fiktion zur Wirklichkeit – die Ästhetik einer neuen Theatergeneration

    Ein Interview mit Prof. Dr. Hajo Kurzenberger von Matthias Spaniel

  • Alles Theater

    12 Thesen zur Reform des deutschen Theaterwesens

    1. „Die Theaterlandschaft in Deutschland, um die uns viele beneiden, hat ihre historische Prägung im 18. und 19. Jahrhundert erfahren.“ (August Everding) Wäre Deutschland früher zum Nationalstaat erstarkt, hätten wir heute nicht 143 Stadt- und Staatstheater, geschweige denn 73 Orchester. Die deutsche Institution Theater ist ausweislich ihrer Entwicklungsgeschichte eine vor-demokratische Erfindung. Dies spiegelt sich bis heute auch in ihrer inneren Struktur wider. Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit hat sich nicht nur die Art und Weise verändert in der künstlerischen Schaffen verläuft, sondern auch die in der der Mensch seine Realität wahrnimmt. „Sie fand nicht mehr im Rahmen von säkularen Messen und Gebeten statt, deren Kirchen, wie noch in der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts, die Museen, Galerien, Konzertsäle und Theater waren.“ (Erik Hobsbawm) Die „alte Tante Theater“ befindet sich in einem ungeklärten Zustand der Ungleichzeitigkeit.

  • Zur Finanzierung der Theater und Orchester

    Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.12.2001
  • Theatermanifest

    > Theatermanifest des Deutschen Bühnenvereins von 2003.
  • Gemeinsame Erklärung des Deutschen Bühnenvereins und den Künstlergewerkschaften zum Bremer Theater

    > Über den Finanzskandal am Bremer Theater.
  • "Ein Skandal"

    Dürfen Staatstheater in die Insolvenz geschickt werden?
    Ein Gespräch mit Klaus Zehelein, dem Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins

    > Über den Finanzskandal am Bremer Theater.

  • "Die Erpressung hat funktioniert"

    Das Theater Bremen als Beispiel:  Wie der Ungeist in die Kulturpolitik einzieht

    > Über den Finanzskandal am Bremer Theater.

  • Sonderzuwendungen

    Die Bremer Politik hat das Theater zahlungsunfähig gemacht

    > Über den Finanzskandal am Bremer Theater.

  • Erst durch Kultur wird Wissen zur Bildung

    Theater und Orchester leisten einen wesentlichen Beitrag zur ästhetischen Erziehung
  • Teure Täuschungsmanöver

    Das deutsche Theatersystem ist vielerorts nur eine Schimäre

    Wolfgang Rufs schonungslose Analyse von Strukturen der deutschen Theaterlandschaft räumt teilweise auch polemisch mit ihrer Mystifikation durch die verantwortlichen Intendanten und Kulturpolitiker auf.
    Kritisiert wird vom einstigen Chefredakteure der "Deutschen Bühne" die ungenügende Transparenz bei der Theaterstatistik, die seiner Meinung nach unsinnige Spartentrennung, die zum teil selbstauferlegten Zwänge des Repertoiresystems und das vom Autor oftmals nur noch als Karikatur empfundene Ensembletheater. Die erstarrte Spielplangestaltung mit täglich wechselnden Vorstellungen und permanenten Auf-, Um- und Abbauten wird einem effizienteren Aufführungssystem, wie es im Ausland gängige Praxis ist, gegenüber gestellt. Probleme mit dem Vertragswesen im Theater werden ebenso benannt wie die vom Autor favorisierten Modelle von alternativen Theaterformen, wie sie im Freien Theater, aber auch schon am Theater an der Ruhr in Mülheim, praktiziert werden. Wolfgangs Rufs Philippika endet mit Skepsis, ob es gelingen möge, den Reformstau im deutschen Theater aufzulösen.

  • Gefährliche Stille

    Zur aktuellen Situation des Stadttheaters

    erschienen in: Würzburg heute 76/2003 – Schwerpunkt Theater

    Das Theater setzt Impulse. Von der Theaterwissenschaft indes kommen in der aktuellen Diskussion zum Bestehen des Theaters eher keine Impulse. Gleichwohl: aus ihrer Arbeit ergeben sich viele Argumente für Bestand und Förderung des Theaters.


    Der Theaterwissenschaftler André Studt aus Erlangen zieht anlässlich der Schließungsdiskussion um das Würzburger Stadttheater Bilanz zur Situation der deutschen Stadttheater in der Provinz. Seit Gustav Gründgens Kampfansage zu Gunsten der Theater aus dem Jahre 1951, der schon damals auf den Theater-Etat schielende Lokalpolitiker hinwies, hat sich kaum jemand so ausdrücklich für die Gesamtheit der Theater eingesetzt und sich um die vielen Leuchtfeuer in der Peripherie der großen Leuchttürme der deutschen Theaterlandschaft gekümmert. Provinz beginnt im Kopf - nicht nur die Lokal- und Regionalpolitik ist dem unterworfen. Bedauerlich viele Theaterschaffende sehen in der Provinz nur eine unliebsame Zwischensituation auf dem steinigen Weg in die Theaterhochburgen. André Studt plädiert für gemeinsame Anstrengungg aller Beteiligten zum Erhalt der Vielfalt und würde sich ein stärkeres Engagement als bisher vor allem der Theaterwissenschaften wünschen.

  • Von den Vorzügen einer Theater GmbH...

    Auszüge einer Gesprächsrunde zum Beispiel Schauspiel Düsseldorf.

    > Über die wohl Beste aller Betriebsform für das Theater, der GmbH, diskutieren in diesem Auszug der Düsseldorfer Kulturdezernent, ein Rechtsanwalt, der Betriebsdirektor und der Verwaltungsdirektor des Düsseldorfer Schauspielhauses. Am Beispiel des Düsseldorfer Schauspielhauses, bekannt für seine lange GmbH-Tradition - bereits 1951 wurde der Kulturbetrieb in eine GmbH umgewandelt - werden die Vorteile dieser Rechtsform erörtert. Die größere Flexibilität der Verwaltungsstruktur, die Vorteile des Abrechnungssystem, die höhere Unabhängigkeit in künstlerischen Entscheidungen sowie die größere Identifikation der Entscheidungsträger mit ihrem Theater sind nur einige der vorgebrachten Argumente.

  • Jammervolle Veranstaltung

    Der erste Deutsche Theaterpreis

    > Zur Verleihung des ersten Deutschen Theaterpreises "Faust"

  • Heimspiel in Hildesheim

    > Zum Projekt des Stadttheaters Hildesheim - gefördert vom Heimspielfonds
  • Theater (be-)lebt Europa.

    Die Kulturpolitik der Dramatischen Kunst mittels Koproduktionen, Festivals und Netzwerken

    > Gedanken zu einem Europäischen Theater

  • Bündnis für Theater: Wir brauchen einen neuen Konsens

    Zwischenbericht der Arbeitgruppe "Zukunft von Theater und Oper in Deutschland" berufen von Bundespräsident Johannes Rau
    vorgelegt am 11. Dezember 2002 in Schloss Bellevue
  • Theaterpolitisches Thesenpapier des Deutschen Bühnenvereins

    In 17 Thesen nimmt der Deutsche Bühnenverein Stellung zur Deutschen Theaterlandschaft. Diese Thesen richten sich an die Künstler und Theaterverwaltungen, an die Kulturpolitiker und Träger in Ländern und Kommunen.
  • Die Sinnfrage

    Statement des GRIPS Theaters zur Veranstaltung „Theaterland wird abgebrannt“ am 3. Oktober 2003 im Schiller Theater Berlin

    Angesichts der öffentlichen Sparpolitik stehen die Theaterleute unter Druck, ihre Arbeit zu rechtfertigen. Sie sollen ihre Existenzberechtigung, ihren gesellschaftlichen Sinn nachweisen.

  • Was lehrt (uns) das Kindertheater?

    Augenblick und Ausblick einer Zuschauerdramaturgie auf Augenhöhe

    Einleitung
    „Wie es ist, bleibt es nicht.“ - Mit dieser Ausgangsthese ist das vorangegangene Podium der Frage nachgegangen, wie dem demografischen Wandel kulturell zu begegnen sei. „Seit Anfang der 1970er Jahre ist jede Kindergeneration um ein Drittel kleiner als die ihrer Eltern.“, so die Studie 'Deutschland 2020 – Die demografische Zukunft der Nation'. Neben den Theaterleuten sind auch andere in Sorge um „das abwesende Kind“ (Ingrid Hentschel in DRAMATURG 2/04). Die Rettungsvorschläge sind bemerkenswert, wie heute schon ein flüchtiger Blick auf die Titelseite der FAZ (14/01/05) verrät: So hält der sächsische Ministerpräsident Milbrandt eine generelle Veränderung in der Einstellung gegenüber Kindern für unerlässlich. „Kinder dürfen von der Außenwelt nicht immer nur als störende oder lärmende Belastung angesehen werden.“ Die katholische Kirche, in Person von Erzbischof Georg, hingegen betont, die Familie sei kein „verzichtbarer Schnörkel der Menschheitsgeschichte“, sondern ein hohes kulturelles Gut.  Ich denke, die Podiumsgäste sind mit mir der Meinung, das Kindertheater ist ein unverzichtbares kulturelles Gut.
  • Kinder- und Jugendtheaterzentrum in der BRD

    In diesem Text wird das Kinder und Jugendtheaterzentrum der Bundesrepublik Deutschland vorgestellt. Die Möglichkeiten und die Aktivitäten des Zentrums sowie das detaillierte Programm des Jahres 2006 werden näher erklärt.

     

     

  • Mit Kultur im Rucksack durch den Kontinent

    Bühne Europa: Wolfgang Schneider, Präsident des Kindertheaterverbandes, über neue Trends

    Im Kinder- und Jugendtheater hat die europäische Einigung vor einem Vierteljahrhundert begonnen. „Es waren die wilden Achtziger, wo sich eine Explosion der Stile und Themen ergeben hat“, sagt Professor Wolfgang Schneider (52) aus Bischofsheim, der als Präsident des Weltkindertheaterverbandes Assitej die internationale Szene kennt.
  • Drei Stunden mit dem Leiter des Jungen Schauspielhauses Hamburg

    Mit seiner Eröffnung (und der gleichzeitigen Premiere von Ad de Bonts "Mutter Afrika" am 23. September 2005) als 2. Sparte des Hamburger Schauspielhauses wird Kinder und Jugendtheater erstmalig fest institutionalisiert. Klaus Schumacher, der 1992 das Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim absolvierte, übernahm die Leitung der Einrichtung in ihrer Geburtsstunde.
  • John von Düffel (Biografie)

    1966 in Göttingen geboren. Aufgewachsen in Londonderry/Irland, Diemelstadt/Hessen, Vermillion/South Dakota und verschiedenen kleineren deutschen Städten. 1985 Abitur in Oldenburg. Nach dem Studium der Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaft in Stirling/Schottland und Freiburg im Breisgau 1989 Promotion über Erkenntnistheorie an der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg (Titel: Intentionalität als Absichtlichkeit, Kohlhammer, Stuttgart 1989). Anschließend Film- und Theaterkritiker für Presse und Rundfunk. 1991 Dramaturg für Schauspiel und Tanztheater am Theater der Altmark in Stendal, 1993 am Staatstheater Oldenburg, 1996 leitender Schauspieldramaturg am Theater Basel. Seit August 1998 Autor und Dramaturg am Schauspiel Bonn. Ab Sommer 2000 Autor und Dramaturg am Thalia Theater Hamburg.

     

  • Heinz-Dürr-Stiftungsprofessur für "Szenische Künste" an John von Düffel

    (Pressemeldung) John von Düffel, Autor und Dramaturg, hat seit dem Sommersemester 2007 die neueingerichtete Heinz-Dürr-Stiftungsprofessur für „Szenische Künste“ an der Universität Hildesheim inne. Aus diesem Anlass wurde am Donnerstag, den 10.Mai im Haus der Berliner Festspiele eine Pressekonferenz abgehalten. John von Düffel, der zur Zeit den Dramatikerworkshop des Stückemarkts im Rahmen des Theatertreffens leitet, sieht seine Lehrtätigkeit an der Stiftungsuniversität Hildesheim als Chance, den Theaterbetrieb und seine eigene Tätigkeit dort für sich neu zu sehen und zu überprüfen. Die Hildesheimer Studierenden seien in besonderer Weise fähig, auf der Basis der diskutierten Texte junger Gegenwartsdramatiker eine Theaterphantasie zu entwickeln. Dies sei nicht zuletzt dem Theorie-Praxis Konzept der Hildesheimer „Szenischen Künste“ zu verdanken. Der Direktor des Instituts für Medien und Theater Prof. Dr. Hajo Kurzenberger freut sich darüber, dass ein profilierter, theoriebewusster Praktiker wie John von Düffel die Hildesheimer Theaterarbeit inspiriert und mitgestaltet.

    Heinz Dürr, der Stifter der Gastprofessur „Szenische Künste“, sieht Theater als Kunstform, die besonders geeignet sei, auf Probleme der Gesellschaft zu reagieren. Anders als andere Medien brächte Theater andere, eigene Sichtweisen in die gesellschaftliche Diskussion ein.

  • Zehn Zitate zum Thüringer Kulturkampf

    „Wer den Bereich von Kunst und Kultur für ein besonders nahe liegendes Feld der Haushaltskonsolidierung hält, berührt nicht nur das kulturelle, sondern auch das empfindliche soziale Gewebe einer Stadt.", sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Thüringer Landesregierung hingegen versucht mittels drastischer Sparmassnahmen ihre einzigartige Kulturlandschaft systematisch zu zerstören.