Die Leitlinien der INTHEGA

Engagiert für das Theater in der Fläche

Die Leitlinien der INTHEGA


Vorwort

Kunst und Kultur sind eine wesentliche Lebensgrundlage für den Menschen.
Gerade vor dem Hintergrund eines sich immer schneller vollziehenden Wandels in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Gesellschaft, Politik und sozialer Fürsorge, tragen Kunst und Kultur zur Sinngebung und Lebensbereicherung des Einzelnen bei. Sie sind damit im wahrsten Sinne "Lebensmittel", an dem möglichst viele Menschen aus allen Bevölkerungskreisen teilhaben sollen.

Kunst und Kultur sind unverzichtbare Elemente einer dem Ziel der "menschlichen Stadt" verpflichteten Stadtentwicklung, die über die technische Infrastruktur weit hinausreicht. Somit ist die Kulturpolitik, als ein Kernbereich kommunaler Autonomie, ein wesentlicher Bestandteil der Daseinsfürsorge.

Der Ausbau einer "geistigen Infrastruktur" ist eine zentrale Herausforderung und politischer Auftrag für die Städte und Gemeinden. Sie sind die Träger öffentlicher Kultureinrichtungen. Sie bewahren künstlerische Traditionen, fördern kulturelle Aktivitäten und Ausdrucksformen und schaffen neue Angebote. Dieses reiche Kulturgeschehen zu erhalten und in seiner Vielfalt zu schützen ist eine vordringliche Aufgabe der Kommunen für ihre Bürger.

Damit Kunst und Kultur nicht nur in den großen Städten stattfindet, gibt es die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (INTHEGA). Sie entstand 1980, um Kulturarbeit vor Ort, abseits der Metropolen, in den Mittelpunkt zu rücken. Hauptaugenmerk der INTHEGA gilt dabei dem Theater in all seinen Erscheinungsformen.

Theater im Bewusstsein der Menschen fest zu verankern, den Verantwortlichen in den Kultureinrichtungen und ihrer Administration beratend und helfend zur Seite zu stehen, ist ihre selbst erwählte Aufgabe. Um diese Aufgabe auch in Zukunft erfolgreich wahrnehmen zu können, engagiert die INTHEGA sich auch in Politik und Gesellschaft.

Die INTHEGA vertritt damit einen in mehreren Hundert Kommunen gewachsenen und eigenverantworteten Teil des deutschsprachigen Kultursystems. Ihre Mitglieder sind Träger und Ausrichter öffentlicher Kultureinrichtungen in Städten und Gemeinden ohne eigenes Theaterensemble. Die derzeit 375 Mitgliedsstädte der INTHEGA sind Orte, denen ein qualifiziertes kulturelles Angebot am Herzen liegt. Sie vertreten insgesamt etwa 12 Mio. Bewohner in kleinen und mittelgroßen Städten und Gemeinden. Hinzu kommen die Menschen in den umliegenden Regionen.

In ihrer Arbeit sieht sich die INTHEGA vor allem als Partner der öffentlich agierenden Theater- bzw. Veranstaltungsträger und arbeitet deshalb als ständiges beratendes Mitglied im Kulturausschuss des Deutschen Städtetages mit.
Auf der anderen Seite ist sie kooptierter Partner im Deutschen Bühnenverein. Schließlich sucht sie die Partnerschaft mit denen, die Theater in der Fläche machen, besonders den privaten Tourneetheatern und den Landesbühnen.
Die Mitgliedschaft und Kooperation mit zahlreichen weiteren Organisationen (EVVC, DTHG u. a.) zeigt, dass die INTHEGA sich im Interesse ihrer Mitglieder als Netzwerk versteht.

1. Das Angebot der INTHEGA

1.1. Serviceorganisation
Die INTHEGA ist ein anerkannter Berufsverband der Theaterveranstalter ohne eigenes Ensemble, die ihre Mitglieder in vielfältiger Weise unterstützt. Die verschiedenen Serviceangebote für die Mitgliedseinrichtungen werden regelmäßig den neuen Anforderungen angepasst. Durch Publikationen liefert sie aktuelle Informationen, die für die Theaterveranstalter, ob nun die oder der Vorsitzende eines kleinen Kulturvereins oder den bzw. die Kulturamtsleiter/in einer Großstadt ohne Ensembletheater wertvolle Hilfe bei der täglichen Arbeit sind.

1.2. Publikationen
Das INTHEGA Kultur-Journal ist das vier Mal jährlich erscheinende Verbands- und Fachorgan.
Im INTHEGA Spielplan-Journal werden zwei Mal im Jahr, jeweils zu den Halbjahrestagungen, die Spielplanangebote der Tourneetheater und Gastspieldirektionen für die folgende Saison zusammengefasst und praxisgerecht aufgearbeitet. (Alle Ausgaben des Kultur- und Spielplan-Journals enthalten auch Anzeigen).

Das Jahrbuch der Städte mit Theatergastspielen erscheint jeweils zu Beginn einer Spielzeit mit den aktualisierten Angaben von mehr als 600 Kulturämtern und Kulturvereinigungen (Ansprechpartner, Adressen, Spielpläne, Spielstätten) in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Schriftenreihe der INTHEGA erscheint unregelmäßig zu abgeschlossenen Themenkreisen.

1.3. Veranstaltungen
Die Tagungen der INTHEGA, jeweils im Frühjahr und im Herbst, bieten die Möglichkeit, Informationen von ausgewählten Referenten zu verschiedenen Themen und Informationen über aktuelle Entwicklungen zu erhalten.
Die Begegnung der Mitglieder und der Erfahrungsaustausch untereinander sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Tagungen.

Die Arbeitskreise in den Tagungen dienen in erster Linie der Qualitätssicherung.
Die INTHEGA verfolgt aufmerksam das aktuelle Theatergeschehen, auch in den Metropolen. Sie gibt Anregungen für neue Stoffe, gibt Hinweise zu Trends und Fehlentwicklungen.

Wichtiger Bestandteil der beiden jährlichen Tagungen sind die großen Theatermärkte, auf denen inzwischen bis zu 140 Anbieter (hauptsächlich Tourneetheater und Landesbühnen) über ihr umfangreiches Angebot informieren. Die Mitglieder erhalten damit einen Ãœberblick über das vielfältige Angebot der Partner, können Informationsgespräche führen und haben Gelegenheit, direkt zu buchen. Auf diese Weise werden jährlich von den Städten und Gemeinden mit Bespieltheater Bühnenleistungen in einem Gesamtwert von ca. 30 Mio. € vermittelt.

1.4. Landesgruppen
In der föderal organisierten Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland wirkt die INTHEGA auch auf Landesebene durch eigene Landesgruppen. Hinzu kommen die zwei Landesgruppen aus der Schweiz und Österreich.
Die Arbeit dieser Landesgruppen zielt vor allem darauf ab, die Arbeit der Mitglieder soweit sie durch landesspezifische Besonderheiten beeinflusst wird zu unterstützen.


1.5. Service im Einzelfall
Abgerundet wird die Servicearbeit der INTHEGA schließlich durch die direkte Beratung für Anliegen einzelner Mitglieder bis hin zu politischen Aktivitäten seitens der Landesgruppen oder des Präsidiums. Insbesondere die Geschäftsstelle unterstützt hier jedes einzelne Mitglied, welches sich wegen vielfältigster Anliegen an seinen Verband wenden kann.

1.6. Verlässlicher Partner
Die INTHEGA ist nicht nur Serviceorganisation für Ihre Mitglieder. Sie steht auch den Mitgliedern der Interessengemeinschaft der deutschsprachigen Tourneetheater (IG), den zahlreichen weiteren Tourneeveranstaltern und Gastspieldirektionen, den Landesbühnen und den freien Bühnen als Ansprechpartner zur Verfügung.
So unterstützt sie mit dem Entwurf einheitlicher vertraglicher Vereinbarungen die Partner oder vermittelt in Konfliktfällen.


2. Ziele der INTHEGA


2.1. Kulturarbeit für die Provinz
Angesichts wachsender Tendenzen zur Zentralisierung des Kulturgeschehens ist es vorrangiges Ziel der INTHEGA, für eine eigenständige Kultur-, insbesondere Theaterarbeit in der sogenannten Provinz einzutreten. Schon die kulturelle Tradition der Bundesrepublik zeigt, dass es gerade die Provinz war, die innovative kulturelle Prozesse keinesfalls nur nachvollzogen, sondern initiiert hat. Die Beispiele Weimar, Anhalt Dessau, Coburg, Berg und viele andere belegen dies eindrucksvoll. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, tritt die INTHEGA nachdrücklich dafür ein, dass eigenständige Theaterarbeit in der Fläche auch zukünftig möglich ist.

2.2. Politische Einmischung

Die INTHEGA mischt sich aktiv in die Kulturpolitik ein. Sie unterstützt kleine und mittlere Kommunen in ihrem Anspruch auf eine eigene Kulturarbeit, insbesondere im Bereich der darstellenden Künste. Dabei versteht die INTHEGA sich hier gerade auch als Anwältin für ein angemessenes Gleichgewicht zwischen dem Kulturangebot in der Breite und dem der Metropolen. Diese Aufgabe wird begleitet durch ständige Präsenz und Einfluss im Deutschen Städtetag. Hier hat die INTHEGA im Kulturausschuss ständigen Gaststatus. Eine wichtige politische Aufgabe ist es, in diesem Zusammenhang für eine ausreichende öffentliche Grundfinanzierung des Theaterangebots einzutreten.

2.3. Antworten auf verändertes Zuschauerverhalten
Die INTHEGA steht beratend zur Seite, wenn es darum geht, sich auf ein verändertes Zuschauerverhalten einzustellen. Demografischer Wandel, gewachsene Flexibilität, verändertes Freizeitverhalten, das sind die entscheidenden Einflussfaktoren, auf die sich die Mitglieder der INTHEGA in den kommenden Jahren einstellen müssen.
Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit ist die aktive Zuwendung an Migranten. Ziel der Mitglieder der INTHEGA muss es sein, die Bedürfnisse der zahlreichen Zuwanderer in Deutschland durch ein angemessenes Angebot zu berücksichtigen. Die INTHEGA wird hierzu auch das Gespräch mit den Anbietern suchen.

2.4. Qualität hat Vorrang

Die Qualität einer Aufführung bestimmt jene Nachhaltigkeit, die Publikumsbindung auf Dauer bewirkt. Die Inszenierungen der Tourneetheater und Landesbühnen haben in der Regel eine hohe Qualität, die es zu erhalten gilt. Durch eine gezielte Beratung, die auch der Qualitätssicherung dient, unterstützt die INTHEGA nachhaltig.

Zu dieser Qualitätssicherung gehört die Festsetzung von Standards ebenso wie eine seriöse Information der Mitglieder auch in Zukunft.

2.5. Lebendiges Kulturereignis
Gastspieltheater bietet allabendlich Premieren, bietet qualifizierte Ensembles, die entweder für jede Produktion zusammengestellt werden oder in denen für ein besonderes Theaterereignis eine feste Bühne als Gast auftritt. Damit müssen sich Gastspieltheater nicht den Zwängen eines festen Ensembles an ihren jeweiligen Häusern unterwerfen. Die Spielpläne können wesentlich vielseitiger und flexibel gestaltet werden und trotzdem gibt es das hautnahe originäre Theatererlebnis.

Dabei sind Bespieltheater außerordentlich wirtschaftlich und effizient. Ziel der INTHEGA in den kommenden Jahren wird es deshalb sein, gerade diese besondere Qualität mehr denn je in den Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes zu stellen. Gastspieltheater ist nicht zweitklassig. Die INTHEGA wird gerade dies zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit in den kommenden Jahren machen.

2.6. Weiterentwicklung der Servicekompetenz unserer Mitglieder
Gleichzeitig will die INTHEGA die Kommunikationsmöglichkeiten unter den Mitgliedern nutzen, um eine zweite Säule stärker zu entwickeln: die Servicekompetenz. Unsere Zuschauer suchen neben der eigentlichen Qualität des Theatererlebnisses auch den Service, etwa beim Ticketing und der Mobilität und sie erwarten immer wieder, dass Ihnen der Theaterabend durch einen umfassenden Service und weitere Angebote besonders attraktiv gemacht wird. Das reicht vom Glas Sekt bis zur Aufführung an ungewöhnlichen Orten.

Die INTHEGA will damit nicht einer "Eventisierung" des Theaters das Wort reden. Die Qualität und der künstlerische Wert eines Theaterereignisses darf nicht beeinträchtigt werden, sie ist Grundvoraussetzung. Aber nicht immer reicht die Qualität allein für den Erfolg aus. Deshalb ermutigt die INTHEGA ihre Mitglieder, sich den sich geänderten Erwartungen zu stellen.

2.7. Kulturelle Bildung/Kinder- und Jugendtheater

Eine der vordringlichsten Aufgaben ist es, alles zu tun, Kindern und Jugendlichen das vielgestaltige Kulturgeschehen unserer Gesellschaft zu erschließen. Nur durch ein frühzeitiges Heranführen an die Künste, an Musik und Theater, können aus Kindern und Jugendlichen kreative Menschen werden, die in der Lage sind, das kulturelle Geschehen als Bereicherung ihres Lebens zu erkennen.

Dazu gehört auch die reichhaltige Theatertradition als ein bedeutender Teil unseres kulturellen Selbstverständnisses. Die jungen Menschen erwerben damit eine Grundkompetenz für das spätere Leben, unabhängig davon, was sie einmal werden wollen.

Die INTHEGA spricht sich für ein künstlerisch, ästhetisch, inhaltlich und fachlich hochwertiges Theater für Kinder und Jugendliche aus. Sie ermutigt und unterstützt Ihre Mitglieder, sich verstärkt der kulturellen Förderung junger Menschen zu stellen. Hierzu entwickelt der Arbeitskreis Kinder- und Jugendtheater Beurteilungskriterien und Qualitätsmerkmale für die Theaterarbeit mit jungen Besuchern, gibt einen Ãœberblick über die Vielfalt der Kindertheaterangebote, weist auf neue Tendenzen hin oder stellt erfolgreiche Beispiele der Zusammenarbeit mit Schulen vor.

Positive Erfahrungen der Mitglieder sollen verstärkt kommuniziert werden, um anderen zu helfen eigene Ideen zu entwickeln. Ein weiteres Ziel ist die Vernetzung von Veranstaltern.

2.8. Theater als Schulfach/Lehrer als Partner der Theater

Die INTHEGA unterstützt die ästhetische Bildung an den Schulen.

Sie fordert die Entwicklung von Bildungsstandards für Kunst, Musik und Theater und tritt insbesondere ein für die bundesweite Einführung des Faches Darstellendes Spiel /Theater in sämtlichen Schulstufen- und formen.

In der Kooperation mit den Bildungsträgern kommt den Lehrern als Mittler zwischen Schule und Theater eine besonders wichtige Rolle zu. Durch regelmäßige Theaterbesuche können Sie ihren Schüler die reiche Formensprache des Theaters vermitteln. So kann Theater für das junge Publikum zu einer "Schule des Sehens" werden.

Die INTHEGA-Mitglieder werden bestärkt, in ihren Spielplänen - die in der Regel freier gestaltet werden können als die der Bühnen mit festen Ensembles – verstärkt auf die Erfordernisse der Lehrpläne zu reagieren.

Die INTHEGA wird deshalb ihren Mitgliedern Hilfestellung für die Zusammenarbeit mit diesen wichtigen Multiplikatoren geben. So sollen u.a. mit dem Ziel erfolgreich praktizierter Kooperationen geeignete Empfehlungen zur Motivation des kulturellen Engagements von Lehrern erarbeitet werden, um sie als ständige Partner des Theaters zu gewinnen.

2.9. Vernetzung der lokalen Kulturträger

Die INTHEGA-Städte streben eine enge Vernetzung mit den örtlichen Kulturträgern an, die über den Bereich des Theaters hinausgehen. Denn nur durch das produktive Zusammenwirken der Kulturakteure bzw. Anbieter von Musik, Bildender Kunst, Literatur, Architektur, Geschichte, Religion usw. werden neue Impulse und Chancen für das Gemeinwesen, für Bürgerinnen und Bürger entstehen. Die Verbindung und Vernetzung aller Teilgebiete etwa zu einem Bündnis für Kultur und Bildung, wie es verschiedentlich schon existiert, hat den Vorteil der breiteren Beachtung und der Förderung des "Wir-Gefühls" vor Ort. In Klein- und Mittelstädten, insbesondere aber auch in kleinen Gemeinden, lassen sich solche Verbundnetze relativ leicht herstellen. Da sie auf viele Schultern verteilt sind, werden sie von der Politik und der Öffentlichkeit deutlich wahrgenommen.

Diese Wahrnehmung beugt auch der Fehleinschätzung vor, Mittel müssten dem Kulturhaushalt entnommen werden, da man sie für die Stärkung und den Ausbau der Bildung benötige. Dass Kultur und Bildung fest verzahnte, untrennbar zusammengehörige und einander bedingende Werte sind, muss immer wieder betont und bekräftigt werden. Sie verhalten sich zueinander wie die beiden Seiten einer Münze. Die INTHEGA sieht auch hier eine wichtige Aufgabe ihrer Arbeit in verschiedenen Gremien, etwa dem Kulturausschuss des Deutschen Städtetages.

2.10. INTHEGA fordert eigenständige Kulturarbeit auch bei Hallenmischnutzung
Die INTHEGA reagiert auf veränderte Rahmenbedingungen. Bespieltheater mit eigenem, fest installiertem Theatergebäude sind in den Mitgliedsstädten die Ausnahme. Im Allgemeinen wird in Sport-/Stadt-/Mehrzweckhallen gespielt, mitunter auch in Schulen. Die Mehrzweckhalle ist dabei die gebräuchlichste Form, sie bleibt nicht allein dem Kulturbetrieb vorbehalten. Allenfalls 15-20 % der dort stattfindenden Veranstaltungen sind kulturelle Veranstaltungen. Diese Hallen werden vielfach nicht mehr als herkömmliche Regiebetriebe der Stadt/Gemeinde geführt, sondern als Eigenbetriebe oder GmbHs bzw. Kommunale GmbHs. Diese Veränderung macht die Arbeit der für die Kultur Verantwortlichen nicht leichter. Die INTHEGA wird ihren Mitgliedern hier den Rücken stärken und für eine eigenständig verantwortete Kulturarbeit neben den "Hallenmanagern" werben.

2.11. Förderung der Sachkunde bei Mitgliedern
Die technischen Anforderungen werden immer höher, die strukturellen Rahmenbedingungen (z.B. Versammlungsstättenverordnung) immer komplizierter. Deshalb wird die INTHEGA die Qualifizierung ihrer Mitglieder weiter vorantreiben und ihr Schulungsangebot erweitern. Sie initiiert allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen marktgerechte Angebote der Weiterbildung.


2.12. Strategische Ziele handlungsfähig machen
Die strategischen Ziele dieser Leitlinien der INTHEGA sollen Orientierung geben für die Entwicklung entsprechender Handlungsprogramme, Qualitätsziele und Argumentationshilfen (wie sie zu einem großen Teil bereits vorliegen). Nach Beschluss der entsprechenden Gremien sind diese operativen Ziele umzusetzen. Damit dies gelingt, werden die Mitglieder zu verstärkter gestalterischer Mitarbeit in den verschiedenen Gremien der INTHEGA aufgefordert.

2.13. Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit
Um diese Ziele wirksam umzusetzen, ist das öffentliche Bild der INTHEGA zu überprüfen und an den Leitlinien auszurichten. Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit wird zu einem weiteren Schwerpunkt der vielfältigen Aufgaben des Vorstands werden.

2.14. Ziel der INTHEGA:
erste Ansprechpartnerin in kulturpolitischen Fragen
Das Theater lebt! Deshalb muss dem Theater auch in der Provinz nachhaltig die Zukunft geebnet werden, um der Forderung, dass Kultur Lebensmittel für alle sein soll, auch hier gerecht zu werden. Zukünftige, in der Provinz lebende Generationen haben ebenfalls Anspruch auf kulturelle Gleichberechtigung.



Zusammengefasst:

Die INTHEGA wird ihre Position als Vertreterin der Städte mit Theatergastspielen, welche maßgeblich das deutschsprachige Theatergeschehen in der Fläche verantworten, weiter manifestieren. Als solche beansprucht sie, erste Ansprechpartnerin in allen diesbezüglichen kulturpolitischen Fragen auf Bundes-, Länder- oder Kommunalebene zu sein.