Artikelempfehlung: „Berliner Ensemble 2017 oder Klaus Wowereit telefoniert“

 

Thomas Wieck, Dramaturg in Berlin, kritisiert in der Januar-Ausgabe von „Theater der Zeit“ die kulturpolitische Entscheidung über den für 2017 geplanten Intendanz-Wechsel am Berliner Ensemble. Der mittlerweile pensionierte regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit habe es versäumt, eine“ ästhetisch berechtigte und ideell legitimierte“ Nachfolge zu bestimmen. Das Berliner Ensemble stehe schließlich für die Erneuerung der Schauspielkunst und des gesamtdeutschen Theaters. Deshalb bedeute die Personalia einen Rückschritt zu einem unbedeutenden, politisch bequemen Stadttheater.

 

 

Kein Innehalten. Wird das deutsche Theater mit belanglosen Jungautoren überschwemmt?

Zum 20. Mal fanden am Deutschen Theater in Berlin die Autorentheater Tage (ATT) 2014 statt. Till Briegleb, Theaterkritiker der "Süddeutschen Zeitung", hat in seiner Funktion als alleiniger Juror fünf Siegerstücke von Theaterautoren ausgewählt. Dabei verzichtete er auf den "Fetisch des Neuen", und präsentierteStücke, die während der zwanzigjährigen Geschichte der ATT schon einmal gewonnen hatten.

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Kompromisse mit zwei Pässen - Kommentar zur zweijährigen Kooperation zwischen der freien Tanz- und Theatergruppe Gintersdorfer/Klaßen und dem Theater Bremen

In der Spielzeit 2012/2013 begann eine zweijährige Kooperation zwischen der Tanz- und Theatergruppe „Gintersdorfer/Klaßen“ und dem Theater Bremen, welches durch den Fonds „Doppelpass“ der Kulturstiftung des Bundes gefördert wurde. Ziel der Förderung ist die Kooperationen von festen Tanz- oder Theaterhäusern mit freien Gruppen zu unterstützen und somit die Möglichkeit dazu zu öffnen, neue Freiräume zu schaffen, sowie wertvolle neue Erfahrungen und Perspektiven künstlerisch zu verbinden. So könnten „die Theater den freien Gruppen mehr Aufführungsmöglichkeiten und eine attraktive Infrastruktur mit hoher organisatorischer und künstlerischer Kompetenz bieten, während die freien Gruppen die Institutionen mit ihren inhaltlichen Akzenten und bewährten Ausdrucksformen, Arbeitsmethoden, sowie Themensetzungen, bereichern.“

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Das internationale Forum des Berliner Theatertreffens- Ein Forum für die Theaterpolitik?

Auf der großen Probebühne der Uferstudios haben sich mehrere Grüppchen im Raum verteilt. In einer dieser Gruppen sitzen Sofía Wilhelmi aus Argentinien und Laura Jiménez Gonzáles aus Kolumbien. Vor ihnen liegt ein großes weißes Schild auf das Sofia das Thema der Gruppe geschrieben hat: „How to do theater with no money“. Es haben sich nur wenige Deutsche dieser Gruppe angeschlossen. Sie sitzen um andere weiße Schilder herum:  “How to change theatre structure (Stadttheater vs. Freie Szene)” oder “Do we think about the audience”. Die Teilnehmenden an diesem Tauschhandel von Erfahrungen und Fragen sind die Stipendiaten und Stipendiatinnen des 50. Internationalen Forums. Das Stipendienprogramm des Berliner Theatertreffens lädt seit 1965 jedes Jahr junge Theatermacherinnen und Theatermacher ein, um die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“ des Jahres (so die Begründung der Theatertreffen-Auswahl) anzuschauen und um gemeinsam in den Dialog zu treten.

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Offener Brief von Burkhard C. Kosminski

Die Schuldenbremse rückt näher: ab 2020 dürfen Kommunen keine Schulden mehr machen. Die Städte werden zuerst die "freiwilligen Ausgaben" streichen, sprich: Stadttheater werden nicht mehr finanziert werden können und ihnen droht die Schließung. Burkhard Kosminski, Intendant des Nationaltheater Mannheim, schlägt in einem offenen Brief vor, den Solidaritätszuschlag umzuschichten und in Zukunft für Kunst und Kultur zu verwenden. Ist das ein möglicher Ausweg aus dem finanziellen Notstand, der bald den Theatern droht?

Der Offene Brief ist hier nachzulesen.