Wer sich dauernd rechtfertigt, wird infrage gestellt

Marion Tiedtke, freischaffende Dramaturgin und Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, wirft auf www.nachtkritik.de einen Blick auf Gegenwart und Zukunft der deutschen Stadttheater. In ihrem Beitrag plädiert sie für ein Theater, das sich als Institution versteht, die Kunst ermöglicht - ein Anspruch, den sie vor allem durch die zunehmende Unterwerfung unter das "Diktat der Ökonomie" gefährdet sieht. Könnten die zum Zwecke "künstlerischer Forschung" an Ausbildungsstätten geschaffenen Experimentierräume Möglichkeiten sein, sich diesem Diktat zu entziehen und an ästhetischen Prozessen für die Zukunft des Theaters zu arbeiten?

 

Den ursprünglich als Vortrag auf der Klausurtagung des Deutschen Bühnenvereins 2013 gehaltene Beitrag zur "Debatte um die Zukunft des Stadttheaters" kann man hier lesen.

 

Szenen einer Partnerschaft I Die „Doppelpass“-Kooperation zwischen Theater Freiburg und Turbo Pascal im Doppelporträt. Teil eins: Die Perspektive des Stadttheaters

Das Projekt „Doppelpass“ der Bundeskulturstiftung ist eine Förderung der Zusammenarbeit einer freien Gruppe mit einer festen Theaterinstitution. In einem zweijährigen Residenzprogramm werden gleichberechtigte künstlerische Kooperationen gefördert, die gemeinsam neue Formen der Zusammenarbeit erproben und künstlerische Produktionen entwickeln sollen. Im Fonds „Doppelpass“ soll Künstlerinnen und Künstlern beider Seiten der nötige Freiraum geschaffen werden, um „Strukturen und Arbeitsweisen produktiv zu verbinden“.

Das Theater Freiburg und die Gruppe Turbo Pascal sind eines der 31 Paare, die am Projekt teilnehmen. Turbo Pascal ist ein Performer- und Autoren-Kollektiv, das sich 2004 während des Studiums in Hildesheim gründete. Sie begreifen das Theater als Versammlungsort und interessieren sich nach eigenen Angaben dafür, wie Menschen heute ihr Zusammenleben organisieren.

 

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In der ZEIT spricht Thomas Oberender über einen Systemwechsel in der Kulturpolitik

"Haushälter, Politiker, werden unsere dezentrale Produktionslandschaft killen, wenn der Bund nicht hilft. (...) Die Investitionen des Bundes können und
sollten an den Erhalt unserer dezentralen Theaterstruktur gekoppelt werden. Dafür könnte eine weitere Institution nach dem Modell der Kulturstiftung des Bundes das richtige Instrument sein. Die so an die traditionellen Häuser gelenkten Projektmittel würden die Arbeit dort auch unter den Bedingungen der Schuldengrenze sicherstellen."


Einen Bericht des Gesprächs mit Thomas Oberender in der ZEIT gibt es auf www.nachtkritik.de.

Die Theatergemeinden tagten zur Kulturpolitik

„Baustelle Theater!“- Betreten auf eigene Gefahr? Doch damit hatte in Köln niemand ein Problem: Vom 9. bis zum 11. Mai 2013 versammelten sich  Freunde des Theaters aus der ganzen Republik zu den diesjährigen Theatergesprächen des Bundes der Theatergemeinden Deutschlands. Und welche Stadt könnte einen besseren Nährboden für Maskeraden und närrisches Treiben aller Art bieten? Ob Handwerker, Architekt oder Oberarzt, hier treffen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen aufeinander. Was sie verbindet: Ihre Liebe zum Theater und der Wunsch, sich für dafür zu engagieren. Sie alle sind hier, um gemeinsam über Probleme, aber auch über das Potential und die Ziele des Theaters zu diskutieren. Dabei immer im Fokus: Der allseits beschworene „Kulturinfarkt“.

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Pro Theater

Während sich die Krise der Theater verschärft, werden Online-Petitionen zum letzten Mittel der Theaterschaffenden, sich des Rückhalts in der Gesellschaft zu versichern. Hier wirbt das Theater Trier um Unterstützung.