In der ZEIT spricht Thomas Oberender über einen Systemwechsel in der Kulturpolitik

"Haushälter, Politiker, werden unsere dezentrale Produktionslandschaft killen, wenn der Bund nicht hilft. (...) Die Investitionen des Bundes können und
sollten an den Erhalt unserer dezentralen Theaterstruktur gekoppelt werden. Dafür könnte eine weitere Institution nach dem Modell der Kulturstiftung des Bundes das richtige Instrument sein. Die so an die traditionellen Häuser gelenkten Projektmittel würden die Arbeit dort auch unter den Bedingungen der Schuldengrenze sicherstellen."


Einen Bericht des Gesprächs mit Thomas Oberender in der ZEIT gibt es auf www.nachtkritik.de.

Die Theatergemeinden tagten zur Kulturpolitik

„Baustelle Theater!“- Betreten auf eigene Gefahr? Doch damit hatte in Köln niemand ein Problem: Vom 9. bis zum 11. Mai 2013 versammelten sich  Freunde des Theaters aus der ganzen Republik zu den diesjährigen Theatergesprächen des Bundes der Theatergemeinden Deutschlands. Und welche Stadt könnte einen besseren Nährboden für Maskeraden und närrisches Treiben aller Art bieten? Ob Handwerker, Architekt oder Oberarzt, hier treffen Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen aufeinander. Was sie verbindet: Ihre Liebe zum Theater und der Wunsch, sich für dafür zu engagieren. Sie alle sind hier, um gemeinsam über Probleme, aber auch über das Potential und die Ziele des Theaters zu diskutieren. Dabei immer im Fokus: Der allseits beschworene „Kulturinfarkt“.

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Pro Theater

Während sich die Krise der Theater verschärft, werden Online-Petitionen zum letzten Mittel der Theaterschaffenden, sich des Rückhalts in der Gesellschaft zu versichern. Hier wirbt das Theater Trier um Unterstützung.

Spielräume – die Rolle von Hausautoren an Theatern

Die deutschsprachigen Theater binden in immer stärkerem Maße Theaterautoren an ihr Haus und der Begriff der Hausautorenschaft hat sich erweitert. Was ein „Writer in Residence“ tatsächlich tut, hängt von seiner eigenen Interessenlage und von den Interessen des Theaters ab.

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Mecklenburg-Vorpommerns Theaterlandschaft in der Diskussion

Die Diskussion um Mecklenburg-Vorpommerns zukünftige Theaterlandschaft ist in vollem Gang. In der Schweriner Volkszeitung berichtet Philip Schroeder vom Stand der Diskussion:

"Eine vorhersehbare Katastrophe" - so nennt Joachim Kümmritz, Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, das Theater-Modell Nummer 4, in dem jeweils eine "Landesoper" für Mecklenburg und Vorpommern zuständig sein soll. Zu kompliziert seien Logistik und Programmplanung. In Schwerin sind sich das Theater und sein Träger Stadt einig: "Für die Landeshauptstadt kommt weiterhin nur das Staatstheater-Modell unter Landesbeteiligung infrage. Es ist das kleinere Übel, denn Schwerin ist Leuchtturm", sagten Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) und Kümmritz unisono. weiter

Die Hintergründe werden hier knapp zusammengefasst.

In seinem Kommentar fragt Max-Stefan Koslik: Und mal ehrlich, braucht dieses Land zwei Staatsopern? Man muss sich doch nur die Zuschauerzahlen ansehen, dann dürfte ein einziges solches Haus schon zu viel sein. Auch wenn mit dem Begriff „Oper“ nicht das Genre allein sondern die Fusion der Orchester und Musiktheater aus Schwerin und Rostock einerseits und aus Stralsund/Greifswald und Neubrandenburg/Neustrelitz andererseits gemeint ist. Nein, zwei Staatsopern kann sich nur ein reiches Mecklenburg-Vorpommern leisten, da muss man nicht lange überlegen. mehr