Gespenster wie wir

Wie darf, wie soll Theater heute sein? Eine Antwort von Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard auf die Streitschrift von Armgard Seegers.

Es geht ein Gespenst um in Deutschland, das Gespenst des dramatischen Theaters. Theater soll und muss Stücke inszenieren, möglichst texttreu und mit Konzentration auf die Entwicklung und Darstellung der Figuren. In einigen Städten, auch hier, gedeiht dieses Gespenst prächtig - und das trotz einer fulminanten Geschichte neuer und internationaler Theaterformen.

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Früher war mehr Theater

Wohin man auch schaut, es regiert die Performance. Oder: Warum es immer weniger Spaß macht, ins Theater zu gehen. Eine Streitschrift.

Man kommt nicht umhin, darüber zu klagen, dass es heute weniger Spaß macht ins Theater zu gehen als, sagen wir, vor zehn oder zwanzig Jahren. Und das hat nichts mit einer Berufskrankheit zu tun, wie sie beispielsweise den Esskritiker ergreift, der sich unmöglich noch darauf freuen kann, das 500. Schnitzel seines Lebens testen zu müssen oder eine weitere Portion zerkochten Gemüses.

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Kunst oder Sozialarbeit? - Das Symposium zum "Heimspiel 2011" fragte im Kunstverein "Wem gehört die Bühne?"

Wie kann man im Angesicht von Geburtenrückgang, Stadtflucht und Zuschauerschwund die Theater füllen? Indem man die Themen aufgreift, die auf der Straße liegen – und das Publikum so authentisch wie möglich an ihrer Inszenierung beteiligt. Unter anderem deshalb haben dokumentarische Rechercheprojekte und Site-Specific-Stücke in Theatern zur Zeit Hochkon- junktur. Auch an der Kölner freien Szene ist das nicht spurlos vorübergegangen.

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Wuppertaler Thesen zur Zukunft des Theaters in NRW

Das Ergebnis der Wuppertaler Debatte 2011 mit sechs Foren zu Fragen der Theaterarbeit im Verhältnis zu Gesellschaft und Kulturpolitik finden Sie hier. 

Vielen Dank an Dr. Esch vom Kultursekretariat NRW.

Rudolstadt: Wer nichts wagt, darf nichts hoffen

Ein Berliner Dichter in Rudolstadt: Steffen Mensching macht Theater für die klassische Provinz.

Was weiß die Welt von Rudolstadt? Zu wenig. So auch der Reporter, vor 17 Jahren. Unbekannt war uns Schillers dortiger Glückssommer 1788, seine Arbeit am Geisterseher, sein voreheliches Schwanken zwischen den Schwestern Caroline von Beulwitz und Charlotte von Lengefeld. Wir suchten 1994 die typische Provinz für ein Thüringer Sittenbild. Der Berliner Dichter, Romancier und Komödiant Steffen Mensching (Jacobs Leiter, Allerletztes aus der DaDaEr) empfahl uns das Hauptstädtchen der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt als Exempel der kleinteiligen Thüringer Welt.

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