Einkommensverhältnisse und Gagen im deutschen Sprechtheater


Das Gehaltsgefälle an den Bühnen ist steil. Viele Theaterkünstler verdienen eher wenig, richtig gut geht es nur einem kleinen Teil der Branche.

Obwohl wenige Länder ihre Theater so großzügig subventionieren wie Deutschland, sind die Einkommensverhältnisse vieler Theaterkünstler recht bescheiden. Die monatliche Mindestgage für am Theater fest angestellte Schauspieler, Regisseure, Bühnenbildner, Dramaturgen, Regie- und Bühnenbildassistenten liegt derzeit bei brutto 1.550 Euro. Für viele ist das nicht nur zu Beginn ihrer Karriere das Einkommensniveau, an das sie sich gewöhnen müssen. "Es gibt an den Stadttheatern viele erfahrene, viel beschäftigte Schauspieler, die weniger als 2.000 Euro im Monat verdienen", berichtet der Regisseur Stephan Suschke, der selbst an mittelgroßen Stadttheatern arbeitet. 2.000 Euro: das ist, nur zum Vergleich, etwa das Einstiegsgehalt eines Lokführers und deutlich weniger als ein erfahrener Facharbeiter in der Industrie verdient. Der Karrieresprung von kleineren Bühnen an die großen, finanziell besser ausgestatteten Staatstheater, ist selten. Wer in der Provinz auftritt, Bühnenbilder baut oder inszeniert, hat wenig Chancen, von Intendanten größerer Theater gesehen und engagiert zu werden.

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