"And the Winner is ... " Theater- und Dramatikerpreise im deutschen Sprachraum

Preise sind, wo kein zentraler, so doch ein stets willkommener, weil schmückender Teil des Theaterlebens, verlängern sie doch den flüchtigen Augenblick des Applauses, belohnen die Mühen im Verborgenen, machen sich darüber hinaus gut in der Vita und erfreuen auch noch all diejenigen, die zur Verleihungsfeier mit Champagner und Häppchen eingeladen sind. "Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze", dichtete schon Friedrich Schiller im Prolog zu "Wallenstein", da darf wenigstens die Mitwelt sich nicht lumpen und es nicht an Ehrungen fehlen lassen, wenn auch in manchem Fällen nicht eindeutig zu klären ist, ob tatsächlich der Preis die Preisträger ehrt oder eher umgekehrt.

Silvia Stammen
erstellte eine Link-Liste zur Orientierung über Preise im Bereich der Darstellenden Künste. Sie ist freischaffende Kulturjournalistin in den Bereichen Theater, Performance und Tanz. Sie schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Theater heute, ballettanz und tanzjournal.

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Einkommensverhältnisse und Gagen im deutschen Sprechtheater


Das Gehaltsgefälle an den Bühnen ist steil. Viele Theaterkünstler verdienen eher wenig, richtig gut geht es nur einem kleinen Teil der Branche.

Obwohl wenige Länder ihre Theater so großzügig subventionieren wie Deutschland, sind die Einkommensverhältnisse vieler Theaterkünstler recht bescheiden. Die monatliche Mindestgage für am Theater fest angestellte Schauspieler, Regisseure, Bühnenbildner, Dramaturgen, Regie- und Bühnenbildassistenten liegt derzeit bei brutto 1.550 Euro. Für viele ist das nicht nur zu Beginn ihrer Karriere das Einkommensniveau, an das sie sich gewöhnen müssen. "Es gibt an den Stadttheatern viele erfahrene, viel beschäftigte Schauspieler, die weniger als 2.000 Euro im Monat verdienen", berichtet der Regisseur Stephan Suschke, der selbst an mittelgroßen Stadttheatern arbeitet. 2.000 Euro: das ist, nur zum Vergleich, etwa das Einstiegsgehalt eines Lokführers und deutlich weniger als ein erfahrener Facharbeiter in der Industrie verdient. Der Karrieresprung von kleineren Bühnen an die großen, finanziell besser ausgestatteten Staatstheater, ist selten. Wer in der Provinz auftritt, Bühnenbilder baut oder inszeniert, hat wenig Chancen, von Intendanten größerer Theater gesehen und engagiert zu werden.

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