Der Geist und das Strukturproblem

Im Schauspiel Leipzig fand heute die erste gemeinsame Solidaritätsveranstaltung der Leipziger Theaterszene zur Unterstützung des von der Schließung bedrohten Instituts für Theaterwissenschaft der Uni Leipzig statt. Anlässlich dieser Veranstaltung berichtete die TAZ erneut über die geplanten Kürzungen an der Universität Leipzig. Die Autorin Esther Slevogt sieht im Profil des Leipziger Instituts ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschsprachigen Theaterwissenschaft, das nicht verloren gehen dürfe:

"Es ist eines der letzten theaterwissenschaftlichen Institute, das Theater als kulturelle Praxis noch von ihrer Geschichtlichkeit denkt und erforscht. In vielen anderen Instituten dieses Fachs ist Theatergeschichte als Medien- und Öffentlichkeitsgeschichte und nicht zuletzt auch politische Geschichte längst marginalisiert oder ganz abgeschafft.
Nicht zuletzt wird in Leipzig auch die Geschichte des DDR-Theaters erforscht. Darüber hinaus verfügt das Institut über gute Netzwerke zu osteuropäischen Theaterkulturen und Institutionen, auch das ein Leipziger Alleinstellungsmerkmal."

Der gesamte Artikel findet sich hier. Auf Change.org gibt es zudem eine Petition gegen die Schließung, die bisher über 10000 Unterstützer_innen gefunden hat.