"Der bewegte Zuschauer" - Das Festival Theaterformen als Ort der Partizipation

 

Das Festival Theaterformen steht für ein vielfältiges Programm. Insgesamt 15 Inszenierungen, Performances und Installationen waren 2015 in Hannover zu Gast. Besondere künstlerische Entdeckungen aus der internationalen, zeitgenössischen Theaterszene wurden nach Niedersachsen eingeladen. Laut Lars-Ole Walburg, Intendant des Schauspiels Hannover „präsentieren sich die Theaterformen zum 25.Jubiläum mit einem neuen Gesicht“, und das sicherlich nicht nur durch Martine Dennewald, als neue Kuratorin. Neben einer Bandbreite verschiedener Künstler, wurde auch vermehrt die Rolle der Zuschauer thematisiert. Beispielhaft für dieses Konzept sind vor Allem die beiden Inszenierungen von Rimini Protokoll und eine Installation des holländischen Künstlers Julian Hetzel.

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Ein Ort des Dazwischens: Das Figurentheaterensemble Wilde&Vogel bespielt den Lindenfels Westflügel in Leipzig

Noch Jahre bevor es dort erstmals einen regulären Spielplan geben würde, beschrieb die Zeitschrift Das andere Theater das Internationale Figurentheaterzentrum Lindenfels Westflügel als „Raum, von dem jeder Theatermacher schon einmal geträumt hat“.  Was ist es aber, was diesen Ort so besonders macht, dass er ein anspruchsvolles Theaterpublikum stets neu begeistert, namhafte Künstler verschiedener Genres anzieht und zu regelmäßiger Wiederkehr bewegt und inzwischen aus der internationalen Figurentheaterszene nicht mehr wegzudenken ist?

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„Stop Teaching!“ - Kinder und Jugendliche als Akteure theatraler Bildung

Kindern und Jugendlichen mehr Freiräume zu bieten, sie von pädagogischen Strukturen zu befreien und offene, künstlerische Prozesse zu ermöglichen – dies ist der Appell von „Stop Teaching!“ an alle Theatermacher, Tanzpädagogen, Lehrer und Erzieher, die sich dem Theater mit Kindern und Jugendlichen praktisch und theoretisch widmen wollen.

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Rückblick 2014: "ich bin keine Vestalin"

Doris Ingrisch in der ersten "Gift" - Ausgabe 2014:

Am 19.11. 2013 fand im Fanny Hensel-Mendelssohn-Saal amCampus der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien – im Rahmen der Veranstaltungsreihe Gender Screening mdw eine Podiumsdiskussion zum Thema Schau-spielRegie statt, die ausgehend von persönlichen Werdegängen und Berufskarrieren von Regisseurinnen und Regisseuren Geschlechtsimplikationen in diesem an der mdw im Max Reinhardt Seminar gelehrten Bereich in den Fokus nahm. Die historische Entwicklung wie auch der Status Quo des Faches SchauspielRegie sollten an diesem Abend unter besonderer Berücksichtigung der Kategorie Gender/Geschlecht unter die Lupe genommen werden.

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Rückblick 2014: "Hier dirigiert der Minister"

Das Anhaltische Theater Dessau steht vor dem Aus. In „Theater heute“ (April 2014) kommentiert Peter Laudenbach die kulturpolitischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt. Die Landesregierung fordert, die Sparten Schauspiel, Ballett und Puppentheater abzuwickeln. Anstatt Strukturen langfristig den veränderten finanziellen Rahmenbedingungen anzupassen, schreibt der Autor, werde dem Theater durch kurzfristige Etat-Kürzungen der Garaus gemacht. Intendant André Bücker reagiert mit einer bissigen Inszenierung der Bettleroper, in der der Kultusminister Stephan Dorgerloh als Ministerialdirigent mit „peinlichen Zitaten“ um sich wirft, die – so ist es in dem Beitrag zu lesen - leider nicht erfunden werden mussten.