Zwei Jahre Theaterarbeit, 24 Seiten Dokumentation und was sonst?

 

Können Projekte der freien Darstellenden Künste institutionelle Strukturen der Stadttheater aufbrechen und gar verändern? Diese Frage beschäftigte das Theaterkollektiv Turbo Pascal 2013 in seinem neun-monatigen Mitarbeiter*innenprojekt am Stadttheater Freiburg, im Rahmen des Förderprogramms „Doppelpass“ der Bundeskulturstiftung. Dabei kamen sie mit den 350 Mitarbeitern des Hauses zusammen, organisierten den Austausch von Abteilungen und arbeitete immer weiter daran, neue Produktionsprozesse zu entwickeln. Der folgende Beitrag stellt die Ergebnisse aus dieser Versuchsreihe dar und bezieht sich auf ein Magazin, das am Ende des Projekts die Ergebnisse der freien Gruppe dokumentiert.

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Corporate Identity: Die Marke Theater

Das Goethe-Institut veröffentlichte diesen Monat einen Artikel über die Wichtigkeit und Bedeutung der Corporate Identity (CI) deutscher Theater. Die Filmautorin und Theaterkritikerin Ulrike Kahle-Steinweh berichtet über die unterschiedlichen Erfahrungen und CI-Auftritte, die Ingrid Trobitz, Leiterin der Presseabteilung des Staatsschauspiels Stuttgart, mit drei verschiedenen Intendanten erlebt hat.

Zum Artikel "Die Marke Theater" geht es hier:

https://www.goethe.de/de/kul/tut/gen/tup/20424117.html

 

Neue Koproduktionen des Goethe-Instituts

Das Goethe-Institut ist zu Beginn der Spielzeit 2014/2015 gleich an zwei
Theaterproduktionen beteiligt. Das deutsch-brasilianische Stück
"Pfeffersäcke im Zuckerland - eine Menschenausstellung" ist eine
Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut São Paulo und dem Schauspielhaus
Hamburg und beschäftigt sich mit den Identitäten deutschstämmiger
Brasilianer, deren Vorfahren über das im 19. Jahrhundert angelegte
Auswanderergeschäft "Zucker nach Deutschland - Deutsche nach Brasillien" der
Hamburger Reederei nach Brasilien emigrierten.

Das zweite Stück, "Totally Happy", ist eine Koproduktion zwischen dem Goethe-Institut Peking und den Münchener Kammerspielen und setzt sich mit dem Begriff "Masse" auseinander. Im Stück wird dabei vor allem ein Fokus auf die unterschiedlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Vorstellungen von Masse beider Länder gelegt.

Mehr dazu unter
"Pfeffersäcke im Zuckerland - eine Menschenausstellung":
https://www.goethe.de/de/uun/prs/prm/20422590.html
"Totally Happy"

http://www.goethe.de/ins/gf/de13274826v.html

 

Können - Wollen - Brauchen

Der Arbeitskreis der Theaterpädagogik an Berliner Bühnen hat thesenartig die Kompetenzen, Ziele und Rahmenbedingungen der Theaterpädagogen an deutschen Bühnen zusammengefasst und fordert mehr ideelle und strukturelle Unterstützung der Häuser. Das immer noch aktuelle Statement ist Ergebnis eines Symposiums, das 2012 am Deutschen Theater in Berlin stattfand.

 

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Es geht, wie gesagt, um uns!

Die Projektförderung in der freien Theaterszene ist weiterhin auf der kulturpolitischen Agenda. Jens Roselt ermöglicht als Mitglied des Kuratoriums des Fonds Darstellende Künste, mit seinem Text „Es geht, wie gesagt, um mich“ Einblicke in die Arbeit eines Gutachters. Eine seiner Kernthesen - zuerst veröffentlicht auf nachtkritik.de - ist, dass freie Theatermacher vor der Kunst auf der Bühne das Handwerk des Antragstellens beherrschen müssten.

In einer offenen Stellungnahme antwortet Gregor Leschig aus der Sicht eines Theatermachers der freien Szene, der selbst Projektanträge verfassen muss. Er stellt die Auswahlkriterien des Fonds Darstellende Künste in Frage und kritisiert die seiner Meinung nach nicht vorhandene Transparenz des Auswahlprozesses. Dieses System der Kulturförderung bezeichnet er als „sozialpolitische und künstlerische Infamie" gegenüber den Antragsstellern. Leschigs Entgegnung erweitert den Diskurs und leistet einen weiteren Beitrag zur Debatte über die (prekären) Arbeitsbedingungen in der freien Theaterszene.
 

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