Schaukasten

Poesie braucht Fantasie

Laudatio zum ASSITEJ Preis 2017 für Rudolf Herfurtner

Von Wolfgang Schneider 

 

Wer ist er, der diesjährige ASSITEJ-Preisträger? Was hat er getan? Was zeichnet ihn aus? Es ist ein Preisträger, der mit Dramatik und Prosa, Drehbuch und Libretto spielt und seine eigenen und die Werke anderer vom Buch auf die Bühne, von der gedruckten Seite auf die Leinwand und von der Textebene ins Ohr übersetzt.

Ein Preisträger, für den Sprache Musik ist. Ein Preisträger, der schon lange wirkt mit seinem Werk und der zudem in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiert.

Weiterlesen: Poesie braucht Fantasie

Die zweite bundesweite Ensemble-Versammlung 12. Bis 14. Mai 2017, Reithalle Hans-Otto Theaters Potsdam

Das ENSEMBLE-NETZWERK meldet sich zurück und lädt zur zweiten Versammlung.

Alle Infos gibt es auf ihrer Homepage: 

http://www.ensemble-netzwerk.de/versammlung/zukunft.html 

Grußwort zur Eröffnung des Festivals des Theaters für junges Publikum „Augenblick Mal“ am 25. April 2017 in Berlin

Von Wolfgang Schneider

 

Wie schön, dass Sie Ihren Weg gefunden haben, Ihren Weg zu „Augenblick Mal!“. Sie sind freiwillig hier – das ist gut so. Oder Sie wurden eingeladen – das ist noch besser. In jedem Falle haben Sie sich auf den Weg gemacht, weil Sie offensichtlich das Theater für junges Publikum bewegt. Die einen haben etwas zu zeigen, die anderen wollen etwas sehen, alle zusammen können Sie sich austauschen.

Weiterlesen: Grußwort zur Eröffnung des Festivals des Theaters für junges Publikum „Augenblick Mal“ am 25....

Freies Theater Ein Buch aus Hildesheim

 
Henning Fülle präsentiert und diskutiert seine Dissertation Freies Theater – Die Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft (1960 – 2010). Theater der Zeit, Berlin 2016
Weltweit ebenso einzigartig wie das „System“ der Stadt- und Staatstheater in Deutschland ist das Paralleluniversum des Freien Theaters. Über dessen Bedeutung gibt es allerdings hauptsächlich viele Meinungen anstelle fundierter Kenntnisse.
Henning Fülles Forschungsarbeit, mit der er im Fachbereich Kulturwissenschaften der Universität Hildesheim promoviert hat, analysiert erstmals quellenkritisch die Entwicklungsgeschichte des Freien Theaters in Westdeutschland seit den 1960er Jahren. „Freie Gruppen“, „Freie Szene“ und „Freies Theater“ werden als historische Formen zeitgenössischer Produktionsweisen, Dramaturgien und Ästhetiken der Theaterkunst gezeigt. Mit deren Herausbildung entsteht jenes Innovationspotenzial, das auch im deutschen Theater die Überwindung der Traditionspflege bürgerlicher Hochkultur ermöglicht.
Freies Theater zeigt sich damit in seiner kulturpolitischen Bedeutung als spezifische Form später Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft, mit der die internationalen Entwicklungen in den darstellenden Künsten seit dem Zweiten Weltkrieg nachvollzogen werden.
Die Veranstaltung ist Teil der Übung www.theaterpolitik.de vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und findet in Zusammenarbeit mit dem Landesverband freier Theater statt. Interessierte des freien Theaters und solche, die es werden wollen, sind herzlich eingeladen.
 
Dienstag, 16. Mai 2017, 20 Uhr
Theaterhaus
Langer Garten 23c
Der Eintritt ist frei.

"Schlechte Nachrichten" von der Theaterwerkstatt Pilkentafel

Schlechte Nachrichten

 

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat am 10. November in der

Bereinigungssitzung u.a. die Bereitstellung von 1,2 Mio € für die Transformation der Theaterwerkstatt Pilkentafel in den Jahren 2017 – 19 beschlossen. Kurz danach begann die Behörde der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) unseren Antrag zu prüfen. Am 3. April hat sie sich dagegen entschieden, was uns in eine schwierige Situation bringt.

 

Peer Ripberger, Regisseur und bis dato Mitglied der künstlerischen Leitung, hat auf Grund der Absage die Theaterwerkstatt Pilkentafel verlassen. Die Inszenierung „Götzendämmerung“ wird nicht mehr stattfinden.

 

Anaela Dörre, Manuel Melzer, Elisabeth Bohde und Torsten Schütte bedauern seine Entscheidung, entscheiden sich aber für die entstandene, wachsende Gemeinsamkeit. Sie wollen den begonnenen Weg der Öffnung der Pilkentafel für eine junge Generation Theatermacher*innen und neue Handschriften, Ästhetiken und Methoden weiter gehen. Das Theater wird also weiter regelmäßig von verschiedenen Freien Gruppen bespielt und so zu einem lebendigen Ort der Produktion und des Austausches von zeitgenössischer darstellender Kunst.

So freut sich das ganze Team darauf, dass im Mai Theater Kormoran mit „Terra Culinaria“ die dritte Premiere dieses Jahres feiert und seine Handschrift und Arbeitsweise einbringt.

 

Peer Ripberger sagt zu seinem Rückzug:

 

"Ich bin von der Entscheidung der BKM sehr enttäuscht. Entgegen ihrer öffentlichen Bekundungen zum Stellenwert von Kultur abseits der Metropolen wird hier ohne Not und ohne überzeugende Argumente unserem Transformationsprozess der Boden entzogen. Nach wie vor bin ich vom Potenzial dieser Unternehmung überzeugt, deren Finanzierung der Deutsche Bundestag als Haushaltsgesetzgeber für die Jahre 2017-2019 beschlossen hat. Unter diesen neuen Voraussetzungen, die sich aus der Absage der BKM und der Fördersituation von Land und Kommune ergeben, kann ich den begonnenen Wandel bedauerlicherweise weder künstlerisch noch institutionell mittragen. Aus diesem Grund ziehe ich mich aus der künstlerischen Leitung der Theaterwerkstatt Pilkentafel zurück - nicht ohne dem Team auch weiterhin einen langen Atem und großen Erfolg zu wünschen."