Kategorie: Nachwuchs

1) Theater der Jungen Welt: Das Kinder- und Jugendtheater in Leipzig verzichtet auf die Fotografin und besinnt sich einer reduzierte Farbpalette. Grafische Symbole sind das höchste der Gefühle, weiße Flächen sucht man vergebens. Lenkt nicht vom Inhalt ab. Stellt sich nicht in den Vordergrund.

2) Junges Staatstheater: In Braunschweig wird das Heft nach der Zielgruppe der 2- bis 14-Jährigen gestaltet, obwohl die das Heft wohl nie in die Hand nehmen werden. Vorne eine Cartoon-Hand, die Kresse (das junge Gemüse?) schneidet. Es folgen Nahaufnahmen von Makkaronis, Papierfliegern und Dschungelelemente. Verlässliche Insignien einer sogenannten Kindheit. Das erkennen Erwachsene sofort.

3) Parkaue: Hier wird Großes gewagt, das Medium Spielzeitheft im intermedialen Diskurs zwischen Print und Post-Internet-Kunst thematisiert. Die Bilder der Inszenierungen sind durchweg unscharf oder latent verpixelt (siehe bereits Cover). Subversiver Moment oder Produktionspanne? Der Leser bleibt in der Dialektik zwischen Angestrebtem und Ausversehenem sisyphosial captiviert. Vgl. Deleuze S. 612.